"Der Staat will nun auch für das Erststudium Geld haben, maximal 500 Euro pro Semester. Das soll zur Verbesserung der Lehre ausgegeben werden. Ob es dann in die Vorlesungen nicht mehr reinregnen wird und in den Seminaren nur so viele Studenten sitzen, wie es Sitze, äh Stühle gibt, mal sehen. Erst einmal macht der Staat die Tasche auf. Der Studierende soll sie füllen. Kasse auf, Knete rein.

Der Finanzminister dankt! Hat er aber kein Geld, der arme Studierende, dann kann er in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen Angebote der ländereigenen Banken in Anspruch nehmen, Damit kann der bildungshungrige angehende Akademiker die Studiengebühren zahlen. Nein, genauer gesagt: er muss. Und er zahlt noch etwas mehr: Vielleicht den neuen Dienstwagen vom Vorstand der Länderbank, sicher kein gebrauchter Kleinwagen. Warum? Keine Ahnung! Jedenfalls verdienen die N- und die NRW-Bank nicht schlecht an den Darlehen. Mit einem effektiven Jahreszins von 5,1 bzw. 5,9 Prozent. Bei der Sparkasse an der Ecke gibt es Geld für unter fünf Prozent. Und die Sparkasse ist gewiss keine Wohltäterin, der Vorstandsdienstwagen ist da mit eingepreist. Den gebrauchten Golf oder den Plasmabildschirm für die Weltmeisterschaft kann man also billiger finanzieren als das Studium."
[Deutschlandfunk - Campus & Karriere - Verdienen am Studieren]

Von _mike_ um 10:23 in Studiengebuehren | 0 Kommentare | Kommentieren

 
 

Uebergebuehr schreibt über die gestrige Vollversammlung in Marburg, welche auch im Radio übertragen wurde und bezeichnet die dort von der AStA-Vorsitzenden Lena Behrendes gehaltenen Rede als Grundsatzrede, die mit dem treffenden Ausdruck "Die geballte Macht einer sozialen Bewegung" zusammengefasst werden kann.

[Rede als ca. 4MB großer Ogg-Vorbis-File bei Uebergebuehr]

Von _mike_ um 21:58 in Studiengebuehren | 0 Kommentare | Kommentieren

 
 

"Petition an den Hessischen Landttag "Stoppen Sie die geplante Enführung von Studiengebühren!" - Helft mit und sammelt bis zum 30.6.06 Unterschriften.

Achtet beim Ausdrucken bitte unbedingt darauf, sie auf EIN Blatt, also beidseitig, auszudrucken. Sonst können die Unterschriften leider nicht gewertet werden!!! Außerdem muss der Bogen in Druckbuchstaben und leserlich ausgefüllt werden. Die ausgefüllten (und auch die teilweise ausgefüllten) Bögen könnt ihr an die auf der Rückseite der Petition angegebene Adresse senden oder einfach beim AStA Giessen abgeben.

Vielen Dank an alle Helfer!

petition_bfub.pdf
Bürgerinitiative für uneingeschränkte Bildungschancen (BfuB)
(Kontakt: bfub@gmx.de)"
[AStA der JLU Gießen » Home]

Von _mike_ um 18:15 in Studiengebuehren | 0 Kommentare | Kommentieren

 
 

sehr gut, passende kommentare zu der "audio-botschaft" des herrn koch aus wiesbaden. nette idee ihm auf die gleiche art zu antworten...

http://dl.asta-marburg.de/asta/studienbetruege.mp3 (ca. 16mb)

http://dl.asta-marburg.de/asta/studienbetruege.ogg (ca. 10mb)

Von hadubrand um 20:29 in Studiengebuehren | 2 Kommentare | Kommentieren

 
 

Da Ihr ja immer von Solidarität und Toleranz redet, wird es Euch doch sicher nicht stören, wenn wir einen anderen Standpunkt als Ihr vertreten und Euch auch folgende Website an Euer rotes Herz legen:

www.pro-studiengebuehren.de.vu

Ich bin mal auf die qualifizierten Kommentare gespannt!

Viel Spaß noch beim Demonstrieren, Besetzen und was sonst noch Spaß macht.

Viele Grüße
Eure Initiative für Studiengebuehren


 
 

Der Koch(t) für mich


Immer nieder mit denen, die schwach sind.
Hoch die eigne Nas’
Hoch zu Ross
Stark ist seine Ansicht
Vernichtend ist sie!

Heldenhafter Mut
Genialität
Edelmut?

Von wegen!
Stumpfsinn und Volksverdummung!
Gewählt wurde er vom Volk,
Doch dem Volk wird er geben!

Unterdrückung
Härte
Knechtschaft!

Es schreit gegen den Himmel, diese Härte.
Ist er ein Vermittler?
Koch sieht sich die Hände gebunden?
Er hat die Suppe doch selbst gekocht!

Wahnsinn
Fehlendes Mitgefühl
Fehlende Trauer!

Doch jetzt wird sich alles ändern!
Eine Revolution wird ihm entgegen kommen,
dass er seine eignen Schafe zur Vernunft auffordern wird!
Was wäre sonst die freie Bildung in Deutschland?



Verbrechen


Was haben wir nur verbrochen, dass man uns so knechtet?

Was haben wir nur verbrochen, dass man uns so blendet?

Was haben wir nur verbrochen, dass man uns die Bildung nehmen will?

Was haben wir nur verbrochen, dass man uns so eine Last aufbürdet?

Was haben wir nur verbrochen, dass man uns so in die Enge treiben will?

Was haben wir nur verbrochen, dass man uns die Chance nehmen will, unser Land zu retten?

Was haben wir nur verbrochen, dass man uns nicht unsere Talente ausleben lassen will?

Was haben wir nur verbrochen?





Ich sehe das ganz anders!


Nicht der junge Mensch ist schuld an dem Übel, dass er aufgebürdet bekommt, sondern die Generationen, die blind weggesehen haben wie wir uns in den Ruin treiben lassen.
Nun versuchen sie uns ihre Fehler anzuhängen, indem sie uns knechten wollen und unterwürfig machen wollen.
500€ pro Semester – wer hat das noch?
Haben sie uns nicht schon alles genommen?
Haben sie uns dafür etwas gegeben?
Konnten sie uns helfen?
Waren sie offen und waren ihre Augen offen?

Verblendet waren sie voller Arroganz und Selbstverliebtheit!
Schaut sie euch doch mal an!
Was ist aus ihnen geworden?
68er sind sie gewesen und dann?
Wurden sie doch auch nur korrupt und selbstverliebt.

Sicherheit haben sie gesucht und gefunden.
Doch nun bröckelt die Selbstlüge!
Sie bröckelt und wir werden uns das nicht bieten lassen.
Studenten zweiter Klasse?
NIEMALS!
1500€ pro Semester für das Masterstudium?
NIEMALS!
Fehlende Solidarität und Zusammenhaltlosigkeit ohne Rücksicht?
NIEMALS!
Zukunft ohne Boden?
OHNE UNS!

Ich plädiere hiermit an die Politik, einen anderen Weg zu suchen, als Studenten mit 100.000€
Schulden zu belasten!
Wir können das doch niemals zurückzahlen!
Wir können so keine Familien gründen!
Wir können so nicht leben!
WIR WOLLEN SO NICHT LEBEN!

Es gibt doch noch andere Auswege.





Die Staatsmacht als Knüppel


Gibt es denn nichts, was wir noch machen können?
Sind wir schon wehrlos?
Sind wir etwa zu leise?
Kann man uns nicht hören oder gar verstehen?
Sind wir euch denn egal?
Müssen wir uns erst beklagen, damit ihr Mitleid findet?
Flehen?

Hilft nichts!
Der Knüppel kommt. Er schlägt zu. Mit wutentbrannten Augen schlägt man auf uns ein,
will uns gefügig machen, uns zu braven Bürgern erziehen.
Sie knüppeln uns mit Worten.
„Die Bildung soll nicht von den Menschen getragen werden, die keine Akademiker sind.“

Ist denn die Solidarität verloren?
Sind wir schon soweit?
Tragen wir denn nicht auch die Bildung ihrer Kinder?
Sollen denn nicht ihre Kinder auch studieren können?
Mit der Studiengebühr im Nacken?
Werden sie uns für die Stille dankbar sein?

Hilft nichts!
Der Knüppel kommt. Er schlägt zu. Mit wutentbrannten Augen schlägt man auf uns ein,
will uns gefügig machen, uns zu braven Bürgern erziehen.
Sie knüppeln uns mit Maßnahmen.
„Die Studenten werden Kredite aufnehmen können.“

Ist das wirklich eine Lösung?
Sind wir denn schon reich?
Geht es beim Studium wirklich immer nur ums Geld?
Wollt ihr denn Deutschland das Einzige nehmen, was dieses Land hat?
Müssen wir erst versinken?
Müssen erst die Karten durch einen weiteren Weltkrieg gemischt werden?

Hilft nichts!
Der Knüppel kommt. Er schlägt zu. Mit wutentbrannten Augen schlägt man auf uns ein,
will uns gefügig machen, uns zu braven Bürgern erziehen
Blind schlägt er um sich und trifft die Unschuldigen.
Die schuldigen verstecken sich hinter ihm und bleiben uns verborgen.


 
 

Unser Protest ist jetzt im Ministerium für Wissenschaft und Kunst selbst abgekommen; also quasi direkt in der Gebührenschmiede, im Herz der Reaktion ;)

hier ein Auszug aus einem Schreiben des Personalrates des HMWK an die Landes-Asten-Konferenz:

"...der Hauptpersonalrat beim Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst unterstützt die ASten der Hessischen Hochschulen in ihrem Kampf gegen Studiengebühren.

Aus bildungs- und sozialpolitischen Gründen halten wir es für notwendig, die in Artikel 59 der Hessischen Verfassung garantierte Möglichkeit des Hochschulstudiums unabhängig von der finanziellen Situation der Betroffenen weiterhin sicherzustellen.

In diesem Sinne werden wir uns in unserer nächsten Hauptpersonalratssitzung gegenüber der politischen Führung des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst einsetzen"

Hier ein link: http://www.corts-fanclub.de/index.php?eID=tx_cms_showpic&file=uploads%2Fpics%2Fkscan_0002.jpeg&width=800m&height=600m&bodyTag=%3Cbody%20style%3D%22margin%3A0%3B%20background%3A%23fff%3B%22%3E&wrap=%3Ca%20href%3D%22javascript%3Aclose%28%29%3B%22%3E%20%7C%20%3C%2Fa%3E&md5=683bfd9619f7bc725029aaa00c2df586

Ich denke uns schlägt immer breitere Solidarität für usneren "Kampf" (;) entgegen und das baut auf.. !!

Von bomberman um 13:08 in Studiengebuehren | 1 Kommentar | Kommentieren

 
 

Die in Hessen geplanten Studiengebühren in Höhe von 500€ pro Semester seien "weniger als ein Bier oder eine Schachtel Zigaretten pro Tag", meint Wissenschaftsminister Udo Corts (CDU). Das muss man sich erstmal mal auf der Zunge zergehen lassen.. Martin Schmitt schreibt dazu:

Der Minister schließt da vielleicht zu sehr von sich auf andere. Nicht jeder hat diverse kostspielige Suchtkrankheiten, von denen er kurzerhand die eine oder andere wegrationalisieren kann.
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Ich werde nächstes Jahr auch in den Genuss kommen mein Studium zu beginnen und die hitzig Debatte zu allgemeinen Studiengebühren gefällt mir garnicht. Ich meine die weitreichenden Konsequenzen, die so eine Reform mit sich bringen würde, wäre doch nur ein nächster Schritt in das Hauptproblem unserer gesamten Bundesrepublik "ARBEITSLOSIGKEIT". Denn wer kann sich heut zu Tage sowas von Haus aus leisten? Wohl die allerwenigsten und dann einen hohen Kredit noch neben dem eigentlichen BAfög aufnehmen? Für die meisten wohl undenkbar und so wird unsere Gesellschaft in den darauf folgenden Jahren wohl einen Akademikerabbau erleben und es wird einen enormen Ansturm auf die schon jetzt viel zu wenigen Ausbildungsplätze geben und die Folge davon wird wieder einmal Arbeitslosigkeit sein. Aber was tun wir, die Jugend, deren Zukunft schon in der Schulzeit durch permanente Reformen mit Füßen getreten wird? Wir tun im Grunde nichts. Okay sicher hat es zu den Studiengebühren Proteste gegeben, aber hat man denn damit etwas erreicht? Wir nehmen einfach viel zu viel hin, was den Zukunftspessimismus a la "Ob ich nun was sage oder nicht, die machen doch eh was sie wollen!" unserer Generation wiederspiegelt. Aber grade in dieser Zeit sollten wir mal über die Grenzen blicken und uns ein Beispiel an unseren fränzösischen Nachbarn nehmen, die mit einem gemeinsamen Willen für ihre Zukunft kämpfen. Denn unsere Politiker versagen mit ihren Wahlversprechen auf ganzer Linie und ein ständiges Drängen, die Jugend solle wählen gehen um ihre Zukunft mitgestalten zu können, ist mittlerweile ein Dauerlacher! Ob wir nun den einen oder den anderen die Macht in die Hand geben, keiner hält was er verspricht und alle verzapfen den selben Mist. Es gibt keine Partei von der man sagen kann, wenn sie an der Macht wär, wäre alles anders! So keimt wieder der Pessimismus auf und NPD und DVU werden diese Chance nutzen. Es ist also an uns nicht alles zu schlucken, denn irgendwann ist das Fass voll und keiner weiß wie sich das äußern wird.
LASST UNS DIE ALLGEMEINEN STUDIENGEBÜHREN NICHT HINNEHMEN! AUCH UNSERE STIMME ZÄHLT UND WENN WIR KEIN PARTEILICHES SPRACHROHR HABEN, DANN MÜSSEN WIR EBEN SO SPRECHEN!!!!

Von charlett um 14:09 in Studiengebuehren | 0 Kommentare | Kommentieren

 
 

Wie die Financial Times Deutschland am 6. Februar 2006 in ihrem Dossier berichtet, haben Union und SPD (...) letzte Bedenken gegen das neue bundesweite Studienkreditprogramm der staatlichen Förderbank KfW ausgeräumt. Die Staatsbank KfW erwartet jetzt den Auftrag der Forschungsministerin.
"Wir waren uns einig, dass das KfW-Programm nicht Kredite zur Finanzierung von Studiengebühren umfassen darf", sagte SPD-Fraktionsvize Nicolette Kressl der FTD. (...) Damit kann die KfW Bankengruppe ihr Kreditprogramm für Studenten wie geplant zum 1. April starten. Ursprünglich hatte die staatliche Bank bereits im vergangenen Jahr Studenten im Rahmen eines neuen, breit angelegten Förderprogramms zinsgünstige Kredite anbieten wollen. Die Einführung dieser in Deutschland völlig neuen Studienkredite war jedoch wegen des Bundestagswahlkampfs und der Bedenken von Sozialdemokraten verschoben worden.
Der Meinungsumschwung veranlasst die FAZ vom 7. Februar 2006 zu einer Glosse:
Für die Studenten
(...) Das Programm der staatlichen Förderbank KfW für Studienkredite ist viel zu durchdacht, um es weiter aufzuschieben. Denn jeder Student kann sich um einen Kredit bemühen, auch wenn das Bafög nicht reicht. Vor allem die SPD hat die Studienkredite bisher verhindert. Nun hat sie ihre Bedenken aufgegeben, so daß das Programm zum 1. April beginnen kann, aber gleichzeitig zur Bedingung gemacht, daß der Kredit nicht zur Finanzierung von Studiengebühren eingesetzt werden darf. War es nicht die SPD, deren schlagendes Argument gegen Studiengebühren immer war, daß zuerst die nötigen Darlehensmodelle entwickelt werden müßten? Daran gab es auch in anderen Parteien nie Zweifel. Aber die SPD will um keinen Preis mit der Einführung von Studiengebühren in Verbindung gebracht werden. So wird offiziell das Gesicht gewahrt und inoffiziell hingenommen, daß das Geld für Studiengebühren ausgegeben wird, warum auch nicht? (...)
Zum KfW-Studienkreditprogramm und zum "Studenten-Quiz: Ein Jahr sorgenfrei studieren"...

Von heinrich um 10:10 in Studiengebuehren | 0 Kommentare | Kommentieren