"Der Staat will nun auch für das Erststudium Geld haben, maximal 500 Euro pro Semester. Das soll zur Verbesserung der Lehre ausgegeben werden. Ob es dann in die Vorlesungen nicht mehr reinregnen wird und in den Seminaren nur so viele Studenten sitzen, wie es Sitze, äh Stühle gibt, mal sehen. Erst einmal macht der Staat die Tasche auf. Der Studierende soll sie füllen. Kasse auf, Knete rein.

Der Finanzminister dankt! Hat er aber kein Geld, der arme Studierende, dann kann er in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen Angebote der ländereigenen Banken in Anspruch nehmen, Damit kann der bildungshungrige angehende Akademiker die Studiengebühren zahlen. Nein, genauer gesagt: er muss. Und er zahlt noch etwas mehr: Vielleicht den neuen Dienstwagen vom Vorstand der Länderbank, sicher kein gebrauchter Kleinwagen. Warum? Keine Ahnung! Jedenfalls verdienen die N- und die NRW-Bank nicht schlecht an den Darlehen. Mit einem effektiven Jahreszins von 5,1 bzw. 5,9 Prozent. Bei der Sparkasse an der Ecke gibt es Geld für unter fünf Prozent. Und die Sparkasse ist gewiss keine Wohltäterin, der Vorstandsdienstwagen ist da mit eingepreist. Den gebrauchten Golf oder den Plasmabildschirm für die Weltmeisterschaft kann man also billiger finanzieren als das Studium."
[Deutschlandfunk - Campus & Karriere - Verdienen am Studieren]

# Freitag, 2. Juni 2006, 10:23, von _mike_ in Studiengebuehren

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