War dieser Beleg nötig? Vielleicht schon...Im Jahr 2006 haben nach einer repräsentativ durchgeführten Untersuchung bis zu 18.000 Abiturienten wegen der in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen eingeführten Gebühren kein Studium aufgenommen. Darunter sind vor allem Frauen und junge Menschen aus so genannten bildungsfernen Elternhäusern. Im vergangenen Jahr erreichten im Vergleich zum Jahr 2003 17 Prozent mehr Schulabgänger die Hochschulreife, dennoch nahmen 5 Prozent weniger ein Studium auf. Das geht aus einer noch unveröffentlichten Studie hervor, die im Auftrag des Bundesbildungsministeriums erstellt worden ist und auf die sich dpa stützt.Quelle/Weiterlesen bei heise.de
Mal sehen, wie/ob der Bildungsgipfel auf solche Nachrichten reagiert. Er sollte...

Von heinrich um 14:59 in Kritisches | 0 Kommentare | Kommentieren

 
 

Die Studiengebühren in Hessen wurden abgeschafft, die Hochschulen bekommen als Kompensation trotzdem Geld:(...) Die Rate habe eine Höhe von 23 Millionen Euro, sagte ein Sprecher des Wissenschaftsministeriums in Wiesbaden. Insgesamt zahlt das Land an vier Terminen im Jahr 92 Millionen Euro an die Hochschulen. Die Universitäten Frankfurt, Gießen und Kassel sprachen von einem annähernden Ausgleich in Höhe der Studiengebühr der vergangenen Semester. Die Ersatzsumme wächst allerdings nicht mit steigenden Studentenzahlen.
(...)
Die Verteilung unter den Hochschulen ergibt sich aus den Studentenzahlen vor zwei Jahren.
An der Universität Gießen entspricht der Ausgleich 436,35 Euro je Student, der eingeschrieben ist. Dies ersetze die Einnahmen aus den Studiengebühren, (...) An der Universität Kassel hieß es, (...) in diesem Jahr seien aber 1500 Studenten mehr eingeschrieben. Demnach hätte die Universität gute eine Million Euro mehr in ihrer Kasse, müssten die Studenten weiterhin Gebühren zahlen.
Quelle: FAZ/Rhein-Main-zeitung, 15. Oktober 2008

Von heinrich um 14:52 in Aktionen | 0 Kommentare | Kommentieren

 
 

Ein Wahlversprechen ist ein Wahlversprechen... auch wenn man sich beinahe die ganze Legislaturperiode mit der Einlösung Zeit lässt. Joachim Budde berichtet auf academics.de, dass vermutlich vier Tage vor der Wahl des neuen österreichischen Parlamentes das alte die 2001 eingeführten Studiengebühren an den Universitäten des Landes abschaffen werde. So sollen (...) vom kommenden Jahr an allen Studenten aus Österreich und den anderen Ländern der Europäischen Union die 363 Euro Studienbeitrag pro Semester erlassen werden; wer aus dem Rest der Welt in Österreichs Hörsälen sitzen will, muss künftig die Hälfte dieses Betrags bezahlen. Der Bund will den Universitäten allerdings die fehlenden Einnahmen ersetzen. (...)
Die Abschaffung der Studiengebühren ist Teil eines Sofortprogramms, mit dem die SPÖ die Bürger in verschiedenen Bereichen des Lebens entlasten will.

Eigentlich müssten sich die österreichischen Studenten über die Pläne der Politiker freuen - doch so ganz trauen sie den Versprechungen der SPÖ nicht. (...)
Für die Fachhochschulen gilt die Abschaffung der Gebühren zunächst nicht. Denn anders als bei den Universitäten ist der Bund an den Fachhochschulen nur ein Träger unter vielen.

Von heinrich um 21:28 in Kritisches | 0 Kommentare | Kommentieren

 
 

Im Juni wurde der zweite Gebührenkompass veröffentlicht, wo Studierende zu ihrer Meinung über Studiengebühren befragt wurden. academics.de/Die Zeit berichtet nun über Kritik an der Umfrage:

Ein Soziologe hat sich die Methodik vorgenommen, und festfestellt, dass die Umfrage nicht repräsentativ ist. Die >100 Studis pro Hochschule ("mehr als 6100 Studenten an 54 Universitäten") wurden einfach so und nicht zufällig ausgewählt.

Die Grundaussage der Befragten bleibt: 70 Prozent sind gegen Studiengebühren.

Von heinrich um 13:14 in Kritisches | 0 Kommentare | Kommentieren

 
 

Peter Strohschneider, der Vorsitzende des von Bund und Ländern gebildeten politikberatenden Wissenschaftsrates hat den Sonntag für ein Gespräch mit der Deutschen Presse Agentur genutzt. Dieses wurde, so scheint's mir, nur von wenigen Medien gedruckt. Vielleicht ist das Thema unpopulär? Strohschneider beklagt jedenfalls, was viele schon wissen könnten:"Es gibt zwar immer mehr junge Menschen mit Abitur oder Fachhochschulreife. Doch zu wenige von ihnen nehmen tatsächlich ein Studium auf"Und nennt Zahlen, dass vom Abitur-Jahrgang 2006 nur noch 68 Prozent der Abiturienten die Absicht für ein Studium bekundet hätten. 2002 waren dies noch 73 Prozent.Und vermutet Gründe:Die Finanzierung des Studiums stellt für viele Studierende ein Problem dar, insbesondere aus bildungsfernen Schichten." Dieses Problem könne sich durch Studiengebühren verschärfen. "Durch die in den gestuften Bachelor-und Master-Studiengängen gestiegene Präsenz-Anforderung ist es schwerer geworden, sich den Lebensunterhalt nebenher zu erwirtschaften." (...)
Als hinderlich für die Studierneigung erwiesen sich auch die ausgeweiteten örtlichen Zulassungsbeschränkungen und unzulängliche Verfahren der Hochschulzulassung.

Ach So, das ist uns aber neu. Danke für das Gespräch.
(Zitate aus Zu wenige Studienanfänger im Kölner Stadt-Anzeiger)
Der zugehörige Wissenschaftsrat-Pressetext schließt mit den WortenEs gibt kaum einen anderen gesellschaftlichen Bereich, in dem
mit insgesamt überschaubaren zusätzlichen Ausgaben so viel für die Zukunftsfähigkeit unseres Landes getan werden kann. Diese Aufgabe muss jetzt in Angriff genommen werden.
Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.

Von heinrich um 17:21 in Kritisches | 0 Kommentare | Kommentieren

 
 

Das Protest Plenum Gießen erklärt sich mit den neuen BewohnerInnen des JUZ Bockenheim solidarisch. Wir haben am 4.7. mit einer Nachttanzdemo in Gießen, die mit etwa 700 Leuten sehr gut besucht war, darauf hingewiesen, wie wichtig es ist, sich öffentliche Räume für unkommerzielle Kultur anzueignen. Wir wünschen Euch allen viel Erfolg und Glück und dass ihr möglichst lange Räume für vielfältige künstlerische und politische Aktionen schafft, die frei von der allgegenwärtigen kapitalistischen Verwertungslogik bleiben. Für mehr linke Freiräume in Hessen und weltweit!

Mit Solidarischen Grüßen

Das Protest Plenum Gießen

Link zur Besetzung:

http://www.faitesvotrejeu.tk

Von striking back um 13:10 in Aktionen | 0 Kommentare | Kommentieren