Los gings am Bahnhof um kurz vor 14 Uhr...



...Bildungsabbau kann in den Augen mancher Studenten sogar tödlich sein ;o)



Noch alle gemeinsam...


...und schon wenige Meter weiter zweigt ein Teil des Zuges ab... (leider etwas unscharf)


Mein Lieblings-Beitrag zur Demo:
Knecht Ruprecht verteilt, im Namen des Volkes, Hiebe an Bildungs- und Sozialdiebe...


Und dann noch eins, kurz vor Beginn der Abschlusskundgebung am Campusgelände Bockenheim

Von spiritofhope um 22:57 in Frankfurt | 5 Kommentare | Kommentieren

 
 

Die dpa schreibt um 16:55 Uhr:
Berlin (dpa) - Zehntausende Studenten haben in mehreren deutschen Städten gegen Bildungs- und Sozialabbau demonstriert. Der Protest richtete sich gegen Einsparungen der Länder bei den Hochschuletats, überfüllte Hörsäle und die Einführung von Studiengebühren. Allein in Berlin gingen nach Angaben der Polizei 15 000 Demonstranten auf die Straße. In Leipzig protestierten mehrere tausend Studenten aus Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Nordbayern. In Frankfurt am Main zählte die Polizei etwa 3000 Demonstranten.

Von heinrich um 17:33 in Frankfurt | 11 Kommentare | Kommentieren

 
 

Nachdem die Vollversammlung letzten Donnerstag auf Grund geringer Beteiligung nicht beschlussfähig war, wurde für heute 13 Uhr eine weitere Versammlung zwecks Abstimmung einberufen.
Diesmal wurde gleich zu Beginn der Veranstaltung eine Zählung durchgeführt, indem jeder, der ins Audimax rein ging, einen Zettel mit einer Nummer bekam. Zusätzlich wurde die heutige Abstimmung live ins Foyer vorm Audimax UND in die Mensa übertragen und auch dort "Stimmen-Zähler" postiert, um diesmal ein möglichst breites "Publikum" anzusprechen.
Zunächst wurde darüber abgestimmt, ob der Streik die nächsten zwei Wochen, also bis zum 19.12. laufen soll oder diesmal unbefristet sein solle.
Das Ergebnis lautete wie folgt:

Für Streik/unbefristet: 476
Dagegen: 192
Enthaltungen: 50
-------------------------------------
Abgegebene Stimmen: 718

Anwesende: 963

Nach der Abstimmung war die Stimmung geteilt. Die einen jubelten, die anderen beschwerten sich, es sei nicht alles fair gelaufen.
Wirklich zufrieden stellen kann man nie alle- eine Gruppe zieht wohl immer in ihrer Sicht den Kürzeren.
Klar ist nur:
Die FH Frankfurt ist auch weiterhin im Streik!

Von spiritofhope um 22:57 in Frankfurt | 0 Kommentare | Kommentieren

 
 

In Frankfurt am Main wurde am 3. Dezember das Institut für vergleichende Irrelevanz wiedereröffnet: in der derzeit öffentlich herauf beschworenen krise werden im namen des sachzwangs – der mit der strafe des untergangs droht – mit einer neuen qualität bisher bestehende freiräume vernichtet und bestehende institutionen wie die universität auf scheinbar marktrelevantes und standortsicherndes zusammengekürzt. das derzeitige programm der hessischen landesregierung, welches soziale initiativen mutwillig zerstört und reichtum zu gunsten besser verdienender verschiebt, mit studiengebühren die soziale auslese der universität und des gesamten bildungssystems verstärkt, ist teil dieses die zukunft des reichtums sichernden prozesses. immer stärker wird dabei die nackte existenz der irrelevantisierten bedroht.
deshalb will das institut für vergleichende irrelevanz zeigen, was die forderung nach einem freien, selbstbestimmten leben bedeuten kann. gemeinsames wohnen, gemeinsames leben und lernen sind die voraussetzung für die veränderung der herrschenden verhältnisse in denen wir nur anhängsel des verwertungsprozesses sind. wir gestalten die uni nach unseren vorstellungen - und eröffnen einen freiraum des forschens und feierns in diesem ehemaligen institut. wir nehmen uns mit dieser aktion den raum zurück, der zunehmend verknappt und vernichtet wird.
Programm gibt es den ganzen Tag über.


 
 

Was die Reden betrifft, handelte es sich bei der 4ten Vollversammlung um die beste der vergangenen Wochen.
Die Vielfalt an Rednern und Themen sorgte für abwechslungsreiche anderthalb Stunden, die sich nicht so mühselig in die Länge zogen, wie noch die VV am 20.11.
Leider war die heutige VV jedoch nicht so gut besucht, wie noch die vorherigen beiden.
Viele Anwesende verliessen die VV noch vor Beginn der Abstimmung, wie es mit dem Streik weitergehen solle.
So kam es, dass zum Schluss lediglich um die 600 Studierende anwesend waren, und somit die erforderlichen 10%, die benötigt werden, um formell dazu berechtigt zu sein, einen Streik zu beschliessen, nicht zustande kamen.
Die Mehrheit der restlichen 600 Anwesenden sprach sich für eine Vertagung der Entscheidung aus, in der Hoffnung, bis zum kommenden Dienstag mehr Leute zu einer Abstimmung mobilisieren zu können.
Unter den verbleibenden Anwesenden machte sich nach Beendigung der Vollversammlung eine bedrückte Stimmung breit, da es bedauerlich ist, dass jetzt, wo der Protest immer mehr Auftrieb bekommt, von den Medien aufgenommen wird etc., die FH Frankfurt scheinbar ihren gewohnten Betrieb wieder aufnehmen will/soll....

Von spiritofhope um 17:04 in Frankfurt | 3 Kommentare | Kommentieren

 
 

Einstimmige Entscheidung des Senats
FRANKFURT. In seiner heutigen turnusmäßigen Sitzung hat der Senat der Universität Frankfurt nach einer intensiven Diskussion mit etwa 60 protestierenden Studierenden einstimmig folgende Resolution (im Wortlaut) verabschiedet:

'Der Senat der Johann Wolfgang Goethe-Universität spricht sich mit Entschiedenheit gegen die geplanten Maßnahmen im Rahmen der 'Operation Sichere Zukunft' aus, soweit diese die Substanz der Hochschule angreifen. Die Landesregierung gefährdet somit die Entwicklung des Wissenschaftsstandortes Hessen.
Die Kürzung der Mittelzuweisung an die hessischen Hochschulen um 30 Millionen Euro im Haushaltsjahr 2004 gefährdet den Hochschulpakt, der ja gerade Finanzierungssicherheit gewährleisten sollte.
Ständiges Nachverhandeln kann keine sichere Basis für die Fortentwicklung der Hochschulen in Hessen sein. Fortlaufende Kürzungen sind zwangsläufig mit Stellenstreichungen verbunden und bringen eine weitere Verschlechterung der Studien- und Forschungsbedingungen mit sich.
In einer Zeit ständig wachsender Aufgaben und steigender Studierendenzahlen sind diese Maßnahmen nicht nur kontraproduktiv sondern stellen eine inakzeptable zusätzliche Belastung für die Hochschulen dar. Somit konterkariert die Landesregierung die Notwendigkeit, mehr HochschulabsolventInnen auszubilden, die sich dem internationalen Vergleich (Studie der OECD) ergibt.
Der Senat lehnt das Gesetzesvorhaben der Hessischen Landesregierung zur Einführung von Studiengebühren ab.'
[via Informationsdienst Wissenschaft]

Von moe um 13:38 in Frankfurt | 0 Kommentare | Kommentieren

 
 

Frankfurt, 20.11.2003 - Die Studentische Initiative Kulturzentrum der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität veranstaltet am 26.11 in der Stadtteilbibliothek Bockenheim eine Lesung mit den Autorinnnen Nadja Einzmann ("Da kann ich nicht nein sagen") und Ricarda Junge ("Silberfaden"). Beide haben ihre Bücher im S.-Fischer-Verlag veröffentlicht - und beide sind auch als Studentinnen an der Frankfurter Goethe Universität eingeschrieben.

Während Stadt und Land ihre Bildungsetats zusammenkürzen, möchten Frankfurter Studierende ein Zeichen setzen: Bildung und Kultur dürfen nicht einfach nach wirtschaftlichen Maßstäben gegengerechnet werden.
Die Öffentlichkeit hat ein Recht auf lebendige Einrichtungen wie Bibliotheken und Universitäten; sie spielen eine wichtige Rolle im städtischen Leben.

Die Lesung soll keinen Eintritt kosten, Spenden kommen der schließungsbedrohten Stadtteilbibliothek Bockenheim zugute.


"Gebührenfreie Lesung"
mit Nadja Einzmann und Ricarda Junge
Moderation: Falk Hertfelder
26. November 2003, 19:30 Uhr
Stadtteilbibliothek Bockenheim
[via reisenotizen aus der realität]

Von moe um 00:08 in Frankfurt | 0 Kommentare | Kommentieren

 
 

In der Vollversammlung der FH Frankfurt stimmten heute Mittag um 13.30 Uhr 977 Studenten FÜR eine Weiterführung des Streiks (92 Gegenstimmen, 43 Enthaltungen) bis zum 4.12.. Von den insgesamt 8950 Studierenden der Fh Frankfurt waren somit 1112 anwesend.
Zunächst hatten sich die Studierenden gegen eine Weiterführung des Streiks bis zum 17.12. (dritte Lesung des StuGuG) ausgesprochen.
Im Vorfeld der Vollversammlung wurde vor dem Audimax ein etwa 10 minütiger Film-Vortrag der Ereignisse der letzten Wochen, ausgehend von der ersten Vollversammlung am 28.10., vorgeführt.
Gegen kurz nach 12 begann dann die studentische Vollversammlung mit Ansprachen des AStA, Vertretern verschiedener Fachschaften und auch zweier Dozenten. Im Gegensatz zur letzten Vollversammlung gab es diesmal einen Schlagabtausch von Streik-Befürwortern seitens des AStA und der Fachschaften, und Streik-Gegnern seitens anderer Studierender.
Leider wurde dabei oftmals recht deutlich, dass einige Studierende anderer Fachbereiche gerne alle Arbeit etc. auf die Vertreter des Fachbereichs 4 (Sozialarbeit/-pädagogik & Pflege) abschieben wollen und verlangen, dass wir dafür sorgen, dass alles läuft. Zu viele vergessen, dass es jeden betreffen wird, wenn auch uns im sozialen Bereich doppelt in Form von Studiengebühren und der Streichung vieler Stellen, womit einige gefährdet sind, ihre Studiums-finanzierenden Jobs zu verlieren etc.
Amüsant war der Bericht eines Fachschaftsvertreters des Fb 2- Informatik, der von einer anonymen Gruppe sprach, die es geschafft hatte, die "Propaganda-Maschinerie der CDU lahmzulegen, indem sie sich in deren Computersystem hackte und für einen einwöchigen Ausfall auf Seiten der CDU auslöste... Leider zog das die Konsequenz mit sich, dass auch die Rechner der Fachhochschule schon bald still lagen, so dass es beim nächsten mal zu bedenken gäbe, dass solche Aktionen, wenn auch amüsant, doch auch Konsequenzen für die FH hätten...".

Von spiritofhope um 16:30 in Frankfurt | 0 Kommentare | Kommentieren

 
 

...und vom Senckenbergmuseum
hier

[via Streikbüro]


 
 

27.10.
Einstimmige Zusammenfassung des "Zukunftssicherungsgesetzes" durch die hessische Landesregierung
28.10
Vollversammlung an der FH Frankfurt; anschliessend spontane Demonstration der Studierendenschaft der FH zum Römer, mit kurzem Zwischenstopp beim CDU- Büro des Stadtbezirksverbandes Nordend, etwa 800 Studierende nehmen an dieser Demo teil (FR 29.10.03), angeblich entstandener Sachschaden auf Grund von Bekleben der Scheibe mit hunderten von Protestaufklebern: 1500 €
30.10.
Fussballspiel auf dem Nibelungenplatz:
FH Frankfurt- CDU Hessen: 5:0
(Bes. Vorkommnisse: 3. Min. R. Koch Rote Karte wegen unsozialen Verhaltens)
3.11.
Fussballspiel auf dem Nibelungenplatz:
FH Frankfurt- CDU Hessen
Spielabbruch in der 10. Minute wegen Randale uniformierter Hooligans
4.11.
Demo zum Römer mit etwa 1200 Studis von der FH, dort Zusammentreffen mit Studierenden der JWG-Uni, Fh Fulda, Uni Marburg; laut Angaben der FR waren es ca. 6000 Studierende (FR 5.11.03)
6.11.
Vollversammlung im Audimax der FH; mit überwältigender Mehrheit der Anwesenden wird ein zweiwöchiger STreik an der FH beschlossen; vor und nach der VV spontane Demos auf dem Paulsplatz gegen R.Kochs Sparpaket
7.11.
Bildung von Streik-AGen; erstes Zusammentreffen des Streikplenums der FH Frankfurt
8.11.
R.Koch wird anlässlich seines Besuchs im Senckenberg-Museu von mehr als 1000 DemonstrantenInnen für zwei Stunden unter Hausarrest gestellt; nur mit Hilfe Uniformierter können Koch und OB Roth die Flucht ergreifen
10.11.
11:00 Uhr zweites Treffen des Streikplenums im Foyer des Gebäudes 8: "strike: to be continued...!"
Besuch bei RoKo in Eschborn mit Studierenden der Uni Frankfurt
11.11.
16:30 Uhr FS Physik der JWG-Uni; St. Rolands- Laternenzug vom Uni-Campus zur Hauptwache;
abends: Teilnahme der FH-Studies am St. Rolands-Umzug in Eschborn


aus: Streik-Info Fh-Frankfurt #03 (Anlage)

Von spiritofhope um 21:56 in Frankfurt | 0 Kommentare | Kommentieren