In Frankfurt am Main wurde am 3. Dezember das Institut für vergleichende Irrelevanz wiedereröffnet: in der derzeit öffentlich herauf beschworenen krise werden im namen des sachzwangs – der mit der strafe des untergangs droht – mit einer neuen qualität bisher bestehende freiräume vernichtet und bestehende institutionen wie die universität auf scheinbar marktrelevantes und standortsicherndes zusammengekürzt. das derzeitige programm der hessischen landesregierung, welches soziale initiativen mutwillig zerstört und reichtum zu gunsten besser verdienender verschiebt, mit studiengebühren die soziale auslese der universität und des gesamten bildungssystems verstärkt, ist teil dieses die zukunft des reichtums sichernden prozesses. immer stärker wird dabei die nackte existenz der irrelevantisierten bedroht.
deshalb will das institut für vergleichende irrelevanz zeigen, was die forderung nach einem freien, selbstbestimmten leben bedeuten kann. gemeinsames wohnen, gemeinsames leben und lernen sind die voraussetzung für die veränderung der herrschenden verhältnisse in denen wir nur anhängsel des verwertungsprozesses sind. wir gestalten die uni nach unseren vorstellungen - und eröffnen einen freiraum des forschens und feierns in diesem ehemaligen institut. wir nehmen uns mit dieser aktion den raum zurück, der zunehmend verknappt und vernichtet wird.
Programm gibt es den ganzen Tag über.

# Sonntag, 7. Dezember 2003, 12:17, von moe in Frankfurt

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tobiit kommentierte am Sonntag, 7. Dezember 2003, 13:53:
Geben ist seliger denn nehmen ...

Mit welchem Recht "nehmt" ihr denn eigentlich? Wer Freiräume will, muß sich Freiräume verdienen.

Freiheit und Selbstbestimmung kann es nur aus eigener Leistung geben. Wer hart, fleißig und konsequent arbeitet kann sich damit ein Stück Freiheit und Selbstbestimmung gewinnen.

Es muß im Vordergrund stehen, daß wir primär für andere da sein müssen. Mit unserer Arbeit müssen wir anderen, die nicht in der Lage sind, durch eigene Leistung Freiräume zu gewinnen, direkt helfen.

Der Umweg über den Staat vergiftet nur die Athmosphäre der Freiheit, nur selbst erarbeitetes kann wirklich genossen und wertgeschätzt werden. Wir müssen uns direkt gegenseitig unterstützen. D. h. daß die Studierenden auch Ihre Institute und Universitäten direkt unterstützen müssen. Am besten durch die Zahlung angemessener Beiträge.

So kann dann, wenn alle direkt beteiligten genug geben, auch die Ausstattung der Lehre mit Raum und Zeit wieder hergestellt werden.

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seg antwortete am Sonntag, 7. Dezember 2003, 18:54:
Zustimmung,...

... aber falsche Adresse. Hier: r.koch@ltg.hessen.de kannst Du Herrn Koch sagen er solle Geben statt Nehmen. :-)

"Es muß im Vordergrund stehen, daß wir primär für andere da sein müssen. Mit unserer Arbeit müssen wir anderen, die nicht in der Lage sind, durch eigene Leistung Freiräume zu gewinnen, direkt helfen."

Yep. Finde auch die Landesregierung sollte den Studenten helfen statt ihnen auch noch zu schaden.

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