[...] Das Statistische Bundesamt hatte nicht nur einen Anstieg der Erstimmatrikulierten festgestellt, sondern auch berichtet, dass die Studienanfängerquote (der Anteil der Erstimmatrikulierten an der gleichaltrigen Bevölkerung) für das Studienjahr 2007 bei 36,6 Prozent liegt und damit erstmals seit 2003 wieder ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr zu beobachten ist. Allerdings: Nicht in allen Bundesländern ist die Zahl der Erstimmatrikulierten gestiegen: Rückgänge hatten beispielsweise das Saarland (–3 Prozent), Baden-Württemberg (–2 Prozent) und Hessen (–0,4 Prozent) zu verzeichnen. Bildungsexperten ziehen aus den Zahlen der obersten Statistiker des Bundes den Schluss, dass Studiengebühren junge Menschen abschrecken, wie die Süddeutsche Zeitung berichtet. [...]Quelle: http://www.heise.de/newsticker/meldung/100487
Die HIS (Hochschul-Informations-System) GmbH hat 21000 Studenten an rund 150 Hochschulen in einem »Studienqualitätsmonitor« befragt. Diese Befragung soll jährlich durchgeführt werden und dann darüber Aufschluss geben, wie sich die Studienbedingungen in Deutschland durch die Einführung von Studiengebühren und die Umstellung auf die Abschlüsse Bachelor und Master verändert haben.
ZEIT Campus fasst die Ergebnisse so zusammen:Hohe Skepsis:
57 Prozent der befragten Studenten sind der Auffassung, dass sich weder Lehre noch Studienbedingungen durch Gebühren verbessern. (...)
Starke Ablehnung:
Grundsätzlich sind Studiengebühren unter Studenten unpopulär; zwei Drittel lehnen sie ab. Die Ablehnung sinkt aber, sobald Studenten wirklich zahlen müssen: (...)
Große Fächerunterschiede:
Die Zustimmung zu Studiengebühren ist von Fach zu Fach unterschiedlich. (...)
Genaue Forderungen:
Egal wie Studenten Gebühren finden – sie haben präzise Vorstellungen, was mit den Einnahmen passieren soll. (...)
Geringe Wechsellust:
Trotz der Aufregung über die Studiengebühren wird es keine Pilgerzüge in gebührenfreie Bundesländer geben. (...)
Die ausführliche Pressemeldung der HIS
Mehr zum Studienqualitätsmonitor bei der HIS
Gut drei Stunden wird im Hörsaal der Sorbonne diskutiert, dann kommt es zu den ersten Abstimmungen. Wer ist für den Streik? Rund 400 Hände gehen nach oben, begleitet von kampfeslustigen Zwischenrufen. Gezählt wird nicht, das Ergebnis ist deutlich. Und nicht überraschend, sind es doch ohnehin nur die politisch engagierten und kritischen Studenten, die die landesweit stattfindenden Generalversammlungen besuchen, zu denen linksgerichtete Studentenorganisationen aufgerufen hatten. Wer ist für die Blockade der Uni? Rund 100 Hände heben sich. Wer ist dagegen? Weniger. Die Mehrheit enthält sich, die Entscheidung ist gefallen, die Uni wird blockiert. (...)
46 von 85 Universitäten sind ganz oder teilweise geschlossen, 40.000 Studenten gingen bisher auf die Straße. Zahlreiche Generalversammlungen haben den Streik beschlossen (...)Weiterlesen bei ZEIT Campus
Das Portal Studis online hat allen im Bundestag präsenten Parteien vor der Hessischen Landtagswahl am 27. Januar 2007 Fragen zum Thema Hochschule/Bildung/Gebühren gestellt.
Die lesenswerte vergleichende Zusammenfassung (zugegeben: mit wenig Überraschungen) der Antworten sowie die komplette Fassung lest Ihr auf dieser Seite.
Die DPA hat eine Übersicht zusammengestellt, wie die Studiengebühren an den Hessischen Hochschulen verwendet werden:
Studiengebühren tragen erste Früchte - Studenten bleiben kritisch
Hessens Hochschulen haben nach eigenen Angaben die Einnahmen aus den neuen Studiengebühren von 500 Euro pro Semester gut investiert. Damit wurden auch viele neue Stellen für Dozenten, Tutoren und Studienberater geschaffen, wie eine landesweite Umfrage der Deutschen Presse-Agentur dpa ergab. «Wir wollen, dass die Leute spürbar was haben von ihrem Geld», sagt etwa der Sprecher der Frankfurter Universität, Olaf Kaltenborn. «Die Maßnahmen erleichtern das Studieren deutlich», heißt es an der Uni Marburg.
Dagegen werden nach Ansicht von Studentenvertretern zwar Einzelheiten verbessert, die Studienbedingungen insgesamt aber keineswegs.Weiterlesen bei der Frankfurter Neuen Presse
"Die folgende Geschichte spielt nicht in der DDR. Sie zeugt davon, wie durch bare Frechheit und entschlossenen Dilettantismus vorzüglich aufgestellte Fächer ruiniert und Universitäten beschädigt werden. Ihr Verfasser kann über die Vorgänge berichten, weil er seit kurzem in einem anderen Bundesland als Hessen lehrt.Quelle: http://www.faz.net/s/RubC3FFBF288EDC421F93E22EFA74003C4D/Doc~E3823609B0A5C47C886C7D4D3E88E6C24~ATpl~Ecommon~Scontent.html
Erster Akt: Moskauer Redensarten. Alles begann so: Unser Hochschulpräsident ist relativ frisch im Amt. Er kommt von einer anderen Universität. Eine seiner ersten Auslandsreisen führt ihn zur 250-Jahr-Feier unserer Partneruniversität, der Lomonosov-Universität, nach Moskau. Als Vertreter des Faches Osteuropäische Geschichte und als Beauftragter des Präsidenten für diese Partnerschaft, zugleich Dekan, begleite ich ihn. Als einzigem westeuropäischen Hochschulpräsidenten in der erlauchten Gesellschaft hoher Vertreter von Universitäten rund um den Globus geben die protokollbewussten Russen dem Marburger Präsidenten Volker Nienhaus das Wort. Die Beziehungen der Universitäten sind vorzüglich. Nienhaus verspricht Stabilität und Ausbau.
Zu diesem Zeitpunkt hat er bereits beschlossen, die Osteuropafächer abzuschaffen. [...]"





