Die Zeitschrift „Forschung & Lehre“ hat Präsidenten und Rektoren zu persönlichem Hintergrund, Amtstätigkeit und Prioritätensetzung für ihre Hochschule befragt.
Kernanliegen der Befragten sind danach die Qualität von Professorenschaft und Studiengängen sowie das Engagement des Lehrkörpers. Finanzielle Fragen allerdings, so will die Zeitschrift herausgefunden haben, sind den Präsidenten und Rektoren eher nicht so wichtig. So messen sie dem Erzielen eines ausgeglichenen Haushaltes, dem Auffangen von Sparmaßnahmen und der Einwerbung von Drittmitteln eine eher geringe Bedeutung bei. Auch die Zahlen von Studienanfängern und -abbrechern stehen bei den Präsidien und Rektoraten in Deutschlands Hochschulen auf der Prioritätenliste nicht sehr weit oben.
Noch unwichtiger scheinen ihnen nur Fundraising und Alumnipflege.via evaNet-Newsletter
Die Ergebnisse der Umfrage als PDF-Dokument
Während man sich inzwischen sein BWL-Studium bei tchibo kaufen kann, verbuchen hessische Studiengebührengegner einen weiteren wichtigen Erfolg gegen die Kommerzialisierung von Bildung: Das Verwaltungsgericht Gießen hat die Uni Marburg verpflichtet, die bisher einkassierten Studiengebühren einer klagenden Studentin die von ihr bereits gezahlten Gebühren zurückzuerstatten. Wie schon zuvor lautet die Begründung, dass das hessische Studienbeitragsgesetz nicht verfassungsgemäß ist. Warum die Rückzahlung nur für die Uni Marburg gilt, bleibt mir bisher jedoch schleierhaft.
[via hr-online]
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Beitragsbescheid vorübergehend außer Kraft gesetzt
Das Verwaltungsgericht Gießen hat in einer am Donnerstag veröffentlichten Entscheidung erneut die Verfassungsmäßigkeit von Studiengebühren angezweifelt. Das Verwaltungsgericht (VG) gewährte einem Gießener Student in einem Eilantrag Rechtsschutz gegen den Studienbeitragsbescheid. (...)
Bis zur endgültigen Klärung der Verfassungsmäßigkeit der Studiengebühren darf der Kläger nun
ohne die Entrichtung des Beitrags weiter studieren. (3 G 3758/07)
Bis zu einer endgültigen Entscheidung werde das VG die Rechtsprechung des Staatsgerichtshofs abwarten, sagte eine Sprecherin (...)ddp via pr inside
Die FU Berlin hat den "Dieter Lenzen-Fanclub" gegründet, in bester Manier des Corts-Fanclubs. Das Ziel ist diesmal ein neoliberaler Wunschtraumerotiker, der sich bis zum Präsidenten einer Uni hochgeschlafen hat. Spaß garantiert.
http://www.dieter-lenzen.de/
*400 Jahre und nichts gelernt! Studiengebühren abschaffen!*
Demo am 20.10. um 15.00 Uhr Uni-Hauptgebäude, Ludwigstraße, Gießen
!!!Außerdem am selben Tag: Aktionen in Hessen gegen Nazis, für weitere Infos siehe: http://antinazi.wordpress.com
Aufruf:
*Für Solidarität und freie Bildung!*
*400 Jahre und nichts gelernt!*
Während die Universität ihr 400jähriges Jubiläum glorreich zelebriert, gibt es für die Studierenden nur wenig Grund zum Feiern.
Für Studierende in Hessen sieht die Studienrealität bitter aus:
Studiengebühren, Entdemokratisierung und ein verschultes Studium stehen auf der Tagesordnung.
* *
*Studiengebühren stoppen!*
Zum Wintersemester 2007/2008 werden an den hessischen Hochschulen erstmals trotz massiver Proteste - 500 Euro Studiengebühren für das Erststudium erhoben.
Wir halten daran fest: Bildung ist keine käufliche Ware!
*Studiengebühren sind aus gesellschafts-, sozial- und
bildungspolitischen Gründen abzulehnen. Sie verschärfen die Krise des Bildungssystems.*
* *
*Statt mehr Zwang und Druck im Bachelor und Master Freiräume schaffen!*
Zur glorifizierten Selbstdarstellung der Universität Gießen gehört auch die völlig übereilte Umstellung der Studiengänge auf die Abschlüsse Bachelor und Master.
Diese Umstellung hält allerdings in keiner Weise ihre Versprechungen.
Das Studium wird zukünftig von einen festgeschriebenen, völlig überfüllten Lehrplan bestimmt sein: Freiräume für ein selbstbestimmtes Studium werden dabei vollständig abgeschafft.
*Für eine demokratische Hochschule!*
400 Jahre Universität bedeuten für die Studierenden auch 400 Jahre Kampf um Mitbestimmung.
Die Novelle des hessischen Hochschulgesetztes in diesem Jahr steht dabei exemplarisch für die Umstrukturierung der Hochschulen zu neoliberalen
Dienstleistungsunternehmen mit autoritären Leitungsstrukturen.
Bestehende Mitbestimmungsmöglichkeiten werden dabei fast gänzlich abgeschafft und Kompetenzen zugunsten des Präsidiums verlagert.
Wir fordern:
- *Eine demokratische Hochschule, die Mitbestimmung gleichberechtigt ermöglicht!*
- *Ein gebührenfreies Studium und freie Bildung für alle!*
- *Freiräume für ein selbstbestimmtes Studium!*





