Absage an Kristina Köhler
Jusos: Auch die nachgelagerten Studiengebühren sind absolut unsozial
Vom 10.08.2004 red. "Studiengebühren sind immer unsozial", sagte der Vorsitzende der Wiesbadener Jungsozialisten in der SPD, Dennis Borowski und reagierte damit auf die jüngsten Äußerungen der CDU-Bundestagsabgeordneten Christina Köhler (das "Tagblatt" berichtete gestern über entsprechende Vorschläge der jungen Parlamentarierin).
Das von Kristina Köhler als fortschrittlich gepriesene Modell der nachgelagerten Studiengebühren lehnt der Wiesbadener SPD-Nachwuchs entschieden ab...
Weiter beim Wiesbadener Tagblatt.

Von heinrich um 14:31 in Wiesbaden | 0 Kommentare | Kommentieren

 
 

Das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst kann es nicht lassen, sich in eitel Sonnenschein zu igeln und die Folgen des StuGuG in einer weiteren PM schön zu reden. Passend zum Semesterbeginn wird die Losung Scheine machen, statt zum Schein studieren – darum muss es an den Hochschulen gehen ausgegeben. Danke, das war den Studierenden bestimmt noch nicht bewusst!
In diesem Sinne: einen schönen Start in das Sommersemester 2004!

Von heinrich um 11:22 in Wiesbaden

 
 

Leider war die Teilnahme an der Demo in Wiesbaden heute äusserst karg...



Etwa 150 Studierende (+/- 50) sahen sich einem, im Gegensatz dazu, riesigen Polizeiaufgebot gegenüber, das den Eindruck einer möglichen 1:1 Betreuung erweckte.
Die Demo-Route war, ähnlich der am Samstag, auf die Erweckung minimaler Aufmerksamkeit in der Bevölkerung, aus. So wurden wir durch möglichst abgelegene kleine Gassen geführt, wo wir uns höchstens der Aufmerksamkeit ausländischer Mitbürger sicher waren. Immerhin gabs von dieser Seite vereinzelt Applaus.
Was die Polizei betrifft, hatte man zum Teil das Gefühl, sie fände das alles ungeheuer amüsant und mache sich über die demonstrierenden Studenten lustig. So kam es, dass, als eine Kreuzung mehrere Minuten geblockt wurde, plötzlich durch die Lautsprecher die Stimme eines Polizisten erschall, die uns aufforderte, die Kreuzung nun zu räumen, wir hätten uns "[...] nun lange genug hier aufgehalten". Diesen "aufmunternden" Beitrag beendete er mit "Danke, eure Polizei!". Danach machte er sich daran, von zehn runterzuzählen, wie es die Studenten zuvor zum Beginn eines Sturms getan hatten, um so die Studenten zum gehen zu bewegen. Leider funktionierte diese Taktik vorzüglich, was mit einem "Na, es geht doch!" quittiert wurde.



Zu einem kleineren Zwischenfall kam es, als ein Passant auf zwei Studentinnen zuging, fragte und fragte, worum es ginge, was nach Beantwortung der Frage zu einer etwas lauteren Diskussion führte. Der "neugierige" Bürger vertrat lautstark die Meinung, es seie richtig so, die Studenten sollten zahlen; als erwähnt wurde, dass es uns nicht nur um Studiengebühren, sondern auch um den Sozialabbau ginge, meinte er, was solls, alles was wir in Deutschland bräuchten seien Knäste und Irrenanstalten. Nachdem sich nun auch langsam eine anwesende Dozentin und ein bis zwei männliche Kommilitonen den beiden Studentinnen zur Seite stellten und einer meinte, der Herr wäre dann ja wohl der erste, der eine von beiden Institutionen nutzen könne, meinte er zugleich "Was solls, dann bin ich wenigstens versorgt!".



Auch zur anschliessenden Kundgebung auf dem Dernschen Gelände kamen nicht, wie erhofft einige Studenten mehr, sondern die Reihen blieben licht.
Da sich kaum Redebeiträge fanden, wurden, in Anlehnung an den, sich hinter der Bannmeile befindlichen Weihnachtsmarkt, einige umgetextete Weihnachtslieder gesungen, "Wer hat Angst vorm schwarzen Koch?" gespielt und mit einem weiteren Passanten diskutiert, der das alles als äusserst belästigend empfand.
Erwähnenswert ist vielleicht noch die kleine "Gesangseinlage", die über den Lautsprecher eines Polizeiwagens kam, die, einem Lied aus Kindertagen entsprechend, die Studenten dazu aufrief "Wer für Bildung ist, der klatsche in die Hand!"

Interessant waren die Taschenkontrollen seitens der Polizei, als zwei Komilitonninen im Zuge des Doku-Teams der Fh Frankfurt auf die andere Seite der Bannmeile wollten. Zudem die Verweigerung, auch nach der Demo, die bereits gegen 12.15 Uhr vorüber war, von der einen Seite der Bannmeile, auf die andere Seite zu wechseln, um auf den Weihnachtsmarkt zu kommen- man hatte als Student aussen herum zu gehen.
Auch einige älter Schüler scheiterten, da sie wohl zu sehr nach möglichem Student aussahen....

Von spiritofhope um 17:08 in Wiesbaden | 1 Kommentar | Kommentieren

 
 

Am Donnerstag, den 27.11. findet im hessischen Landtag die 2. Lesung des Zukunftssicherungsgesetzes statt! Treffpunkt zur Demo: 11:00 Uhr Bahnhof Wiesbaden...mehr...

Von moe um 18:31 in Wiesbaden | 0 Kommentare | Kommentieren

 
 

So, dann folgen mal einige meiner Fotos:

Todesursache: Mangelhafte Ausbildung
personal comment: Fand diesen "Sarg" deutlich besser gelungen, als unseren ;o)
Bildung darf kein Sparschwein sein...

AbgeKOCHt, durch den Wolf gedreht, dass schmeckt nie
Ein Blick die Strasse hoch...

...ein Blick die Strasse runter...
...und einer genau drauf

Von spiritofhope um 20:25 in Wiesbaden | 0 Kommentare | Kommentieren

 
 

Gerade komme ich vom "Tag der Verweigerung" aus Wiesbaden zurück. Schätzungsweise 50000 Menschen, darunter Mitglieder der GEW, ver.di, der Polizei, der Feuerwehr, der Waldarbeiter sowie Studierende so ziemlich aller Unis und FHs in Hessen haben gegen den Kahlschlag durch die Sparmassnahmen der hessischen Landesregierung protestiert. Über 6000 Lehrer hatten nach Angaben der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) trotz angekündigter Sanktionen die Arbeit niedergelegt; und viele Polizeibeamte schreckte das Uniformverbot nicht ab: "Was Koch da macht, ist ohne Maß und Ziel“, so ein uniformierter Schichtdienstler aus Marburg (hna.de). Vom radikalen Kürzungsprogramm mit dem lustigen Namen "Operation Sichere Zukunft" sind der soziale sowie der Bildungssektor und der öffentliche Dienst erheblich betroffen. Damit geht dieses Land endgültig vor die Hunde. Der Witz dabei ist, dass Hessen eigentlich reich genug ist bzw. sein könnte, um in die Zukunft des eigenen Landes zu investieren.
 
Anbei meine Fotos des heutigen Tages:
 

 

 
Zu den weiteren Fotos


 
 

Mehrere zehntausend Demonstranten sind am Dienstag zu Protesten gegen die Sparpläne der Landesregierung nach Wiesbaden gekommen. Die Polizei sprach von mindestens 45.000 Teilnehmern.
Zum "Tag der Verweigerung" hatten Gewerkschaften, Sozialverbände und Studentenorganisationen aufgerufen.

«Hier demonstriert das soziale Gewissen Hessens», rief der DGB- Landesvorsitzende Stefan Körzell. «Wir wollen keine Politik der sozialen Kälte, bei der diejenigen auf der Strecke bleiben, die auf die Hilfe des Staates angewiesen sind, weil sie arbeitslos, allein erziehend, verschuldet sind oder Drogenprobleme haben», so der DGB-Chef...

[Weiterlesen HR Online]

So, bin nun endlich daheim angekommen. Ein eigener Bericht und Fotos (insges. 40 sinds geworden, bis der Akku schlapp machte) folgen, sobald bissl ausgeruht bin :o)
An alle die da waren: Ihr wart geil!

Von spiritofhope um 18:48 in Wiesbaden | 4 Kommentare | Kommentieren

 
 

Frei nach Heine "Kochs Sozialpolitik - Ein Schauermärchen" (Denk´ ich an
Hessens Zukunft in der Nacht,
dann bin ich um den Schlaf gebracht...) wollen wir alle TeilnehmerInnen der
Demo in Wiesbaden bitten (wenn Ihnen die Idee gefällt), wetterfeste
Friedhofslichter mitzubringen, die dann am Ende vor dem Hessischen Landtag angezündet
werden - um Licht in diese Schauerpolitik zu bringen...
Da mehr Kerzen (also mehr Leute) mehr Licht bedeuten, wäre es klasse, wenn
man die Idee verbreitet !

[via Streikbuero]

Von spiritofhope um 15:56 in Wiesbaden | 0 Kommentare | Kommentieren

 
 

8.30 Uhr: FH Frankfurt

8.30 Uhr: Campus Bockenheim

8.30 Uhr: Hauptbahnhof Ffm, Haupteingang

11.00 Uhr: Wiesbaden, Luisenplatz oder Schlachthof

Hinweis: Es wird riesiger Andrang erwartet, bitte kommt frühzeitig

Laut LAK trifft sich der Bildungssektor auf dem Luisenplatz!


Stadtplan und Routenplan der Demo hier

Fahrpläne Frankfurt- Wiesbaden hier

(Hoffentlich) Bis Morgen in Wiesbaden! :o)

Von spiritofhope um 15:36 in Wiesbaden | 0 Kommentare | Kommentieren

 
 

Tag der Verweigerung
Der Tag der Verweigerung ist die Demo gegen die von Koch angekündigten Sparpläne der hessischen Landesregierung.

Treffpunkte zum Sternmarsch ab 11:00 Uhr:
Schlachthof - Luisenplatz - Elsässer Platz

Beginn der DEMONSTRATIONszüge "5 nach 12" zur

KUNDGEBUNG
ab 13:00 Uhr "Jetzt schlägt`s 13"
auf dem Schloßplatz/Dernschen Gelände

(siehe auch das Demo-Flugblatt, PDF und die Seiten des DGB Hessen)