"Die Fokussierung der Hochschullandschaft auf einige wenige Spitzenuniversitäten und Exzellenzzentren dürfte außerhalb derselben ebenfalls nicht dazu beitragen, sehr viel mehr junge Menschen als bisher zur Aufnahme eines Studiums zu bewegen. Der 'Paradigmenwechsel', den die OECD in vielen anderen Ländern bereits registriert haben will, lässt in Deutschland noch auf sich warten. Aber so lange die Politik ihre Steuerungsfunktion der demographischen Entwicklung überlässt, wird sich daran auch wenig ändern.

Der Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks, Achim Meyer auf der Heyde, erwartet, dass die Verantwortlichen in Bund und Ländern nun nicht nur intensive Ursachenforschung betreiben, sondern auch bereit sind, sich einer Reihe selbstkritischer Fragen zu stellen. Auf der Heyde hält es für wahrscheinlich, dass in den letzten Jahren vielfach 'die falschen Signale' ausgesandt wurden.

War es richtig, die Altersgrenze beim Kindergeld von 27 auf 25 Jahre abzusenken? Wirken die Studiengebühren in sieben Bundesländern entgegen den Aussagen der Politik eben doch abschreckend? Muss das BAföG, wie die Bundesregierung es in ihren Berichten 2003 und 2005 selbst darlegt, nun nicht endlich verbessert werden, damit mehr junge Menschen aus einkommensschwachen und -schwächeren Elternhäusern studieren? Müssen die Kapazitäten der Hochschulen über den Hochschulpakt hinaus nicht dringend ausgebaut werden, damit einer steigenden Zahl von Studienberechtigten nicht ein flächendeckender Numerus clausus gegenübersteht? - Achim Meyer auf der Heyde"
Mehr dazu gibts hier: TP: Weniger Studenten

Sehr lesenswert!

Von _mike_ um 13:06 in Presse | 0 Kommentare | Kommentieren

 
 

... wenn es mal nicht um Studiengebühren geht?

Tag:

Von moe um 11:08 in Presse | 0 Kommentare | Kommentieren

 
 

Gerade bei FR-Online.de gefunden:

"Arme werden ärmer und Junge überschuldeter

Düsseldorf (dpa) - In Deutschland wird die Kluft zwischen Regionen mit vielen und mit wenigen Schuldnern immer tiefer. Die Schere zwischen Arm und Reich geht immer weiter auseinander, sagte Helmut Rödl, Vorstandsmitglied der Neusser Wirtschaftsauskunftei Creditreform in Düsseldorf. Die Schuldnerquote sei 2006 zwar nur von 10,4 auf 10,6 Prozent gestiegen, jedoch würden die Armen immer ärmer und die Zahl der jungen Überschuldeten immer größer. 7,2 Millionen Deutsche könnten ihre Zahlungsverpflichtungen nicht begleichen."


Quelle: FR Online

Das lässt hoffen...

EDIT: Noch schnell zwei Links zum SchuldnerAtlas 2006, herausgegeben heute, 2.11.06 vom Verband Creditreform. Der Artikel bezieht sich auf diesen.
- Presseinfo: http://www.creditreform.de/Deutsch/Creditreform/Presse/Creditreform_Wirtschaftsforschung/Schuldneratlas/2006-11/SchuldnerAtlas_2006_Presseinfo.pdf
- Atlas: http://www.creditreform.de/Deutsch/Creditreform/Presse/Creditreform_Wirtschaftsforschung/Schuldneratlas/2006-11/SchuldnerAtlas_2006.pdf

Von unbunt um 15:23 in Presse | 0 Kommentare | Kommentieren

 
 

"Anzeige gegen den geplanten Verfassungsbruch bei der Einführung von Studiengebühren in Hessen erstattet der Marburger Journalist Franz-Josef Hanke beim Hessischen Staatsgerichtshof in Wiesbaden. Damit möchte der Landessprecher der Humanistischen Union (HU) Hessen und Vorsitzende des HU-Ortsverbands Marburg seiner staatsbürgerlichen Pflicht nach Artikel 147 der Landesverfassung nachkommen.
Über die Hintergründe dieser Aktion und ihre Argumentation informiert die Humanistische Union (HU) gemeinsam mit dem Allgemeinen Studierenden-Ausschuss (AStA) der Philipps-Universität marburg bei einem Pressegespräch am Dienstag (11. Juli). Es findet um 11 Uhr im Konferenzraum des AStA im Nebentrakt des Studentenhauses am Erlenring statt.
Ein weiteres Thema bei diesem Hintergrundgespräch wird auch die nächste Großdemonstration gegen Bildungs- und Sozialabbau am Donnerstag (13. Juli) in Marburg sein.
Teilnehmen an der Pressekonferenz werden:
Juko Marc Lucas, Stellvertretender AStA-Vorsitzender
Stefan Schulte, AStA-Hochschulreferent
Franz-Josef Hanke, Vorsitzender des HU-Ortsverbands Marburg und Landessprecher
Dr. Ulrich Brosa, Hochschullehrer
Die Veranstalterinnen und Veranstalter würden sich freuen, bei diesem Pressetermin eine Vertreterin oder einen Vertreter Ihrer Redaktion begrüßen zu können."
[Pressemitteilung Detailansicht - http://www.hu-marburg.de/]

Von _mike_ um 18:08 in Presse | 0 Kommentare | Kommentieren

 
 

Liebe ASTen, liebe Mitglieder der am Protest beteiligten Gruppen, liebe Studenten
bestimmt habt Ihr schon davon gehört, dass wir -- die Martin Keßler Filmproduktion aus Frankfurt/M. -- die derzeitigen Studentenproteste in Hessen mit unserer Kamera begleiten. Unser Ziel ist die Produktion eines Dokumentarfilms. Der Film soll Teil unserer Langzeitbeobachtung "neue Wut" über soziale Proteste in Deutschland sein (Infos hierzu: http://www.neueWUT.de/) und soll ab Herbst 2006 als DVD erscheinen. Gerne würden wir den Studenten, die die Proteste mit Ihrer eigenen DV-Kamera oder der Fotokamera begleiten, die Gelegenheit geben, an dem Projekt mitzuarbeiten. Alle, die Interesse haben und Ihr selbst gedehtes DV-Material und Ihre Fotos zur Verfügen stellen möchten, können sich über die unten angegebenen Kontaktdaten mit uns in Verbindung setzen.
!!! Das Ganze sollte nach Möglichkeit noch vor den Semesterferien geschehen !!!
Die Betreiber der Webseiten der hessischen ASTen und aller am Protest beteiligten Gruppen möchten wir in diesem Zusammenhang herzlich bitten, diesen Aufruf und unsere Kontaktdaten auf ihren Internetseiten zu veröffentlichen und den Hinweis in den Emailnetzwerken weiterzuleiten, um so das Zustandekommen des Projektes zu unterstützen.
Mit freundlichen Grüßen
Peter Münz
_______________________
Martin Keßler Filmproduktion
Reuterweg 55
60323 Frankfurt am Main
Tel.: 069.725464
Fax: 069.71403742
mart.kessler@t-online.de
http://www.neueWUT.de/

Von _mike_ um 17:22 in Presse | 0 Kommentare | Kommentieren

 
 

Ich habe gestern in den amerikanischen NEWS einen Bericht ueber Studenten in den USA gesehen :
Es ist eine GROSSE MISERE HIER ,
denn die Studiengebuehren sind skyhigh ...und sie mussen die Schulden ein ganzes Leben lang abbezahlen ,
sie verschieben Kinderkriegen , sie verschieben Heiraten ... sie haben KEIN GELD - NUR SCHULDEN !
So sieht es mit den JUNGEN INTELLEKTUELLEN in den USA aus !
Lasst es bloss nicht so weit kommen in Deutschland !!
Die Studierenden Deutschlands haben meine volle Unterstuetzung und Solidaritaet im Kampf fuer eine sozial gerechte Hochschul-Bildung !
[...]
[open letter - Nina Hagens weblog]

Von _mike_ um 07:38 in Presse | 0 Kommentare | Kommentieren

 
 

.. über die Demo vom 21. Juni in Frankfurt:

Students are irate that they have to pay 500 euros a semester for college here, so they sat in the street and stood in front of trams and subway cars, and the German police, armed as can be, sat back and watched it all. They hovered above in helicopters and closed many streets, but allowed the demonstration to continue in precisely the location where it could derail most everything taking place on match day. [...]

Rather than turn over a few streets to these slackers, or corral them in some quarter, police allowed them to go anywhere they pleased.

I've definitely had enough of Frankfurt, and will shed no tears about not coming back. Probably my least favorite city thus far by a landslide.
Weiterlesen bei der Washington Post.

Von moe um 18:40 in Presse | 0 Kommentare | Kommentieren

 
 

Die geplante Einführung von Studiengebühren in Hessen stößt nicht nur bei Studenten, sondern auch bei Hochschullehrern auf Kritik. Sollte die Landesregierung ab 2007 tatsächlich Einheitsgebühren von 500 Euro pro Semester vorschreiben, würde dies den Autonomiestatus seiner Hochschule verletzen, sagte der Präsident der TU Darmstadt, Johann-Dietrich Wörner, dem Handelsblatt.

[...] Wörner ist gegen das Bezahl-Studium, auch wenn es seiner Universität pro Jahr 14 Mill. Euro Mehreinnahmen bringen würde. Man müsse heute „froh sein über jeden, der ein Studium beendet“, argumentiert der Präsident. Das gesellschaftlich enorm wichtige Gut Bildung dürfe „nicht zum individuellen Konsumgut herabgestuft werden“. Mit seiner Kritik steht Wörner nicht allein: Auch die Präsidenten der Uni Kassel und der Fachhochschulen Hessens lehnen Gebühren ab.

[...] Wenn Gebühren nicht zu verhindern seien, müsse Hessen aber ebenfalls finanziell nachlegen, fordert Wörner. Derzeit liegt das Land bei den Ausgaben pro Student und Jahr mit 5600 Euro abgeschlagen auf dem letzten Platz. Die Spitzenreiter Niedersachsen und Saarland geben mehr als 9000 Euro aus, im Schnitt sind es rund 7700.
Weiterlesen beim Handelsblatt.
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Von moe um 11:19 in Presse | 0 Kommentare | Kommentieren

 
 

... schreibt die Frankfurter Rundschau.

Von moe um 09:50 in Presse | 0 Kommentare | Kommentieren

 
 

den heutigen artikel der marburger neuen zeitung gibt es

hier

und ein kleiner Bericht von Spiegel Online

klick