Die geplante Einführung von Studiengebühren in Hessen stößt nicht nur bei Studenten, sondern auch bei Hochschullehrern auf Kritik. Sollte die Landesregierung ab 2007 tatsächlich Einheitsgebühren von 500 Euro pro Semester vorschreiben, würde dies den Autonomiestatus seiner Hochschule verletzen, sagte der Präsident der TU Darmstadt, Johann-Dietrich Wörner, dem Handelsblatt.

[...] Wörner ist gegen das Bezahl-Studium, auch wenn es seiner Universität pro Jahr 14 Mill. Euro Mehreinnahmen bringen würde. Man müsse heute „froh sein über jeden, der ein Studium beendet“, argumentiert der Präsident. Das gesellschaftlich enorm wichtige Gut Bildung dürfe „nicht zum individuellen Konsumgut herabgestuft werden“. Mit seiner Kritik steht Wörner nicht allein: Auch die Präsidenten der Uni Kassel und der Fachhochschulen Hessens lehnen Gebühren ab.

[...] Wenn Gebühren nicht zu verhindern seien, müsse Hessen aber ebenfalls finanziell nachlegen, fordert Wörner. Derzeit liegt das Land bei den Ausgaben pro Student und Jahr mit 5600 Euro abgeschlagen auf dem letzten Platz. Die Spitzenreiter Niedersachsen und Saarland geben mehr als 9000 Euro aus, im Schnitt sind es rund 7700.
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# Donnerstag, 22. Juni 2006, 11:19, von moe in Presse

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