Im Juni wurde der zweite Gebührenkompass veröffentlicht, wo Studierende zu ihrer Meinung über Studiengebühren befragt wurden. academics.de/Die Zeit berichtet nun über Kritik an der Umfrage:

Ein Soziologe hat sich die Methodik vorgenommen, und festfestellt, dass die Umfrage nicht repräsentativ ist. Die >100 Studis pro Hochschule ("mehr als 6100 Studenten an 54 Universitäten") wurden einfach so und nicht zufällig ausgewählt.

Die Grundaussage der Befragten bleibt: 70 Prozent sind gegen Studiengebühren.

Von heinrich um 15:14 in Kritisches | 0 Kommentare | Kommentieren

 
 

Peter Strohschneider, der Vorsitzende des von Bund und Ländern gebildeten politikberatenden Wissenschaftsrates hat den Sonntag für ein Gespräch mit der Deutschen Presse Agentur genutzt. Dieses wurde, so scheint's mir, nur von wenigen Medien gedruckt. Vielleicht ist das Thema unpopulär? Strohschneider beklagt jedenfalls, was viele schon wissen könnten:"Es gibt zwar immer mehr junge Menschen mit Abitur oder Fachhochschulreife. Doch zu wenige von ihnen nehmen tatsächlich ein Studium auf"Und nennt Zahlen, dass vom Abitur-Jahrgang 2006 nur noch 68 Prozent der Abiturienten die Absicht für ein Studium bekundet hätten. 2002 waren dies noch 73 Prozent.Und vermutet Gründe:Die Finanzierung des Studiums stellt für viele Studierende ein Problem dar, insbesondere aus bildungsfernen Schichten." Dieses Problem könne sich durch Studiengebühren verschärfen. "Durch die in den gestuften Bachelor-und Master-Studiengängen gestiegene Präsenz-Anforderung ist es schwerer geworden, sich den Lebensunterhalt nebenher zu erwirtschaften." (...)
Als hinderlich für die Studierneigung erwiesen sich auch die ausgeweiteten örtlichen Zulassungsbeschränkungen und unzulängliche Verfahren der Hochschulzulassung.

Ach So, das ist uns aber neu. Danke für das Gespräch.
(Zitate aus Zu wenige Studienanfänger im Kölner Stadt-Anzeiger)
Der zugehörige Wissenschaftsrat-Pressetext schließt mit den WortenEs gibt kaum einen anderen gesellschaftlichen Bereich, in dem
mit insgesamt überschaubaren zusätzlichen Ausgaben so viel für die Zukunftsfähigkeit unseres Landes getan werden kann. Diese Aufgabe muss jetzt in Angriff genommen werden.
Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.

Von heinrich um 19:21 in Kritisches | 0 Kommentare | Kommentieren

 
 

Das Protest Plenum Gießen erklärt sich mit den neuen BewohnerInnen des JUZ Bockenheim solidarisch. Wir haben am 4.7. mit einer Nachttanzdemo in Gießen, die mit etwa 700 Leuten sehr gut besucht war, darauf hingewiesen, wie wichtig es ist, sich öffentliche Räume für unkommerzielle Kultur anzueignen. Wir wünschen Euch allen viel Erfolg und Glück und dass ihr möglichst lange Räume für vielfältige künstlerische und politische Aktionen schafft, die frei von der allgegenwärtigen kapitalistischen Verwertungslogik bleiben. Für mehr linke Freiräume in Hessen und weltweit!

Mit Solidarischen Grüßen

Das Protest Plenum Gießen

Link zur Besetzung:

http://www.faitesvotrejeu.tk

Von striking back um 15:10 in Aktionen | 0 Kommentare | Kommentieren

 
 

"Auch wenn wir wieder eine Mehrheit im Landtag haben, werden wir natürlich nicht die Studiengebühren einführen, sondern uns ansehen, wie sich die Lage an den Hochschulen und die Zahl der Studenten entwickeln", sagte Koch dem "Mannheimer Morgen" (Freitagsausgabe). [...]
[hr-online: Studiengebühren. Auf absehbare Zeit keine Studiengebühren]

Von _mike_ um 23:33 in Hessen | 0 Kommentare | Kommentieren

 
 

Der Hessische Staatsgerichtshof hat neulich befunden, dass die hessischen Studiengebühren verfassungskonform seien. Das Bundesverfassungsgericht hat nun in einer Verfügung an den Frankfurter Rechtsanwalt Adam Rosenberg denWeg für neue Klagen gegen die hessischen Studiengebühren frei gemacht.(...)
Die Entscheidung des hessischen Staatsgerichtshofs für Gebühren von 500 Euro pro Semester ist "weder rechtskräftig noch bindend".

Er habe lediglich über die Vereinbarkeit mit der hessischen Verfassung entschieden, nicht aber über die Verletzung von Bundesgrundrechten. "Das ist eine historische Entscheidung", so Rosenberg zur FR. Die Karlsruher Einschätzung sei eine "Blamage für den Staatsgerichtshof". (...)
Die Studierenden können sich an die Verwaltungsgerichte wenden. (...)
Nun müssen die Unis und Richter prüfen, ob die 500 Euro pro Semester mit dem Grundgesetz vereinbar sind. "Artikel 5 des Grundgesetzes spricht eindeutig für ein kostenloses Studium", so Rechtsanwalt Rosenberg. Der Artikel besagt, dass "Wissenschaft, Forschung und Lehre" frei sind.
Quelle: Annika Joeres in der FR: Studenten können Gebühren einklagen
Zum Nachlesen: Die Grundrechte im Grundgesetz

Von heinrich um 15:09 in Kritisches | 1 Kommentar | Kommentieren