Die Zahl der Studienanfänger sei nur um rund 800 gesunken, sagte Corts gestern in Wiesbaden bei der Vorlage einen Weißbuches, das die Verwendung der "Studienbeiträge" dokumentiert. Rund 20 170 junge Menschen hätten in Hessen zum Wintersemester ein Studium begonnen. (...)
Allerdings ist die Zahl so genannter Beurlaubungen um rund 6000 auf 11200 gestiegen. Die Zahl der aktiv Studierenden an den zwölf staatlichen Hochschulen in Hessen bezifferte Corts auf rund 138000. Er führte den Anstieg der Beurlaubungen unter anderem darauf zurück, dass sich viele Studenten für das Schreiben von Abschlussarbeiten Zeit nähmen.Quelle: dpa/Wiesbadener Tagblatt
Wir, die Unterzeichner/innen, sind besorgt über die aktuellen Entwicklungen und geplanten Umstrukturierungen am Institut für Politikwissenschaft der Universität Marburg. Sie hätten Konsequenzenonline unterzeichnen unter http://www.kritische-wissenschaft.de.vu/
auch weit über Marburg hinaus.
Die Philipps-Universität und ihr politikwissenschaftliches Institut erlangten internationale Bekanntheit durch die Tradition kritischer Wissenschaft, die Wolfgang Abendroth hier vor über fünfzig Jahren begründete und die bis heute durch seine Schüler fortgesetzt und
weiterentwickelt wurde. Wir haben gehört, dass nun der Lehrstuhl Prof. Dr. Frank Deppes, der im vergangen Jahr als letzter Abendroth-Schüler emeritiert wurde, gestrichen werden soll. Auch die zuvor vakant gewordenen Stellen der Schüler Abendroths wurden nicht in dieser Tradition besetzt. Mit der geplanten Streichung würde diese erfolgreiche und bedeutende Geschichte kritischer Forschung beendet werden.
Seit Anfang der neunziger Jahre steht das Marburger Institut für Politikwissenschaft insbesondere aufgrund der Forschungsarbeit Frank Deppes und JProf. Dr. Hans-Jürgen Bielings und der von ihnen geleiteten Forschungsgruppe Europäische Integration (FEI) für eine kritische Europaforschung, wie sie so an kaum einem anderen Ort betrieben wird.
Besonders wichtig ist dabei, dass die Forschungsgruppe und ihre Mitglieder in der Verbindung von Regulationstheorie und Internationaler Politischer Ökonomie (IPÖ) einen innovativen Forschungsansatz vertreten.
Der Lehrstuhl Deppe steht zudem für ein breites thematisches Forschungsspektrum, das neben Untersuchungen zur Geschichte der politischen Theorie, zahlreiche Veröffentlichungen etwa zu gewerkschaftlichen Fragen und zur internationalen Politik einschließt.
Daran, dass gerade der Forschungsansatz der IPÖ in einer globalisierten Welt von wachsender Bedeutung ist, haben wir keinen Zweifel. Umso mehr irritiert uns, dass er an der Universität Marburg offensichtlich nicht mehr erwünscht ist. Zudem schlägt die Berufungskommission mit Dr. Dieter Plehwe einen Nachfolger vor, der die erfolgreiche Arbeit der letzten Jahre fortführen und durch eigene Arbeitsschwerpunkte produktiv und innovativ weiterentwickeln könnte.
Die Vorgänge in Marburg stehen nicht für sich allein, sondern finden im Kontext der aktuellen Umstrukturierung der deutschen Hochschullandschaft statt und sind damit auch für andere Hochschulen von größter Bedeutung.
An deutschen Hochschulen wurden in den letzten Jahren zahlreiche Stellen mit kritischem Profil gestrichen, so z.B. am Institut für Gesellschaftswissenschaften in Frankfurt ebenso wie am Otto-Suhr-Institut an der Freien Universität Berlin. Die Freiheit eines Wissenschaftssystem erweist sich nicht zuletzt an der Vielfalt der angebotenen Lehrmeinungen. Sie ist an vielen Instituten bereits verloren gegangen.
Diese Entwicklung steht im Gegensatz etwa zum angelsächsischen Standard.
Insbesondere in den USA und in Großbritannien nimmt kritische Wissenschaft einen selbstverständlichen Platz ein und genießt in der Fachwelt eine hohe Wertschätzung (z.B. New York, Chicago, Berkeley,
Baltimore, Toronto, Sussex, Lancaster, Leeds). Kritische Forschung und Lehre tragen wesentlich zum internationalen guten Ruf angelsächsischer Hochschulen bei.
Auch bei der anstehenden Entscheidung in Marburg geht es nicht zuletzt darum, ob Pluralismus und kritische Wissenschaft weiterhin ihren Platz in der deutschen Hochschullandschaft haben. Wir fordern deshalb den
Präsidenten der Philipps-Universität Marburg auf, die Entscheidung der Berufungskommission zu berücksichtigen und Herrn Dr. Plehwe sofort zu berufen und keine weiteren Stellenstreichung – insbesondere im Bereich der kritischen Politikwissenschaft – vorzunehmen!
Hallo alle zusammen,
das Protestplenum läd ein zur "*Mahnwache für Birma*",
um sich mit den Mönchen und den größten Teilen der Bevölkerung Birmas zu solidarisieren.
Neben der Mahnwache wird es einen Infostand geben.
*Treffen zum Vorbereiten* der Materialen (Transpis, Flyer, etc.) findet *heute* *ab* *15 Uhr* in den Räumlichkeiten des AStA der Uni Gießen statt.
*Jürgen-Dietz Haus
Otto-Behagel-Str. 25
35390 Gießen*
Die eigentliche *Mahnwache startet* morgen Mittag um *12 Uhr * auf dem
*Seltersweg/ Ecke Löwengasse
35390 Gießen *
Genehigung vom Ordnungsamt ist bereits eingeholt. Transpistoffe hab ich auch ein paar besorgt.
Wir hoffen das möglichst viele von euch kommen, sowohl die sich Informieren möchten, als auch die sich solidarisieren möchten. Und bringt Freunde, bekannte, etc. mit!
Wir haben den besten Standort auf dem Seltersweg bekommen, nun brauchen nur viele fleißige Hände um die Menschen zu informieren, um den Menschen die WIRKLICH wichtigen Probleme auf der Welt ins Bewusstsein zu rufen.
Solidarische Grüße,
Bommel
Einladung zum bundesweiten studentischen Vernetzungstreffen 21. - 23. September 07 an der Hochschule für bildendende Künste in Hamburg
Liebe Bündnispartner_innen,
heirmit laden das ABS und die boykottierrenden Studierenden der HfBK euch ganz herzlich zu dem nächsten bundesweiten Vernetzungstreffen ein. Das Treffen wird diesmal vom 21. bis 23.September an der Hochschule für bildende Künste (HfbK) in Hamburg stattfinden.
hier weiterlesen:
http://www.abs-bund.de/termine/1180.html
Der Gießener AStA bricht den Boykott gegen Studiengebühren vorzeitig ab. Begründet wird dieser Schritt damit, dass die Unileitung unterschiedliche Fristen für die Zahlung der Gebühren setzt. "Dies bedeutet", so die Pressemitteilung, "dass ein Quorum zu einem bestimmten Datum, wie es die Vollversammlung der Studierenden beschlossen hatte, nicht zu Stande kommen kann."
Scheinbar ist die Information über die uneinheitlichen Fristen erst vor kurzem öffentlich gemacht worden. Schleierhaft bleibt dabei, warum der AStA so früh aufgibt. Schließlich sind bisher noch überhaupt keine Gebührenbescheide verschickt worden. Warum kann nicht die früheste Frist als Stichtag für das Quorum festgelegt werden?
Außerdem hat der Boykott erst kürzlich Rückenwind bekommen durch die Stellungnahme der hessischen Landesanwältin Ute Sacksofsky, die Studiengebühren in Hessen für verfassungswidrig hält (Nach Art. 59 der hessischen Verfassung ist der Unterricht unentgeltlich).
Warum die Studierendenvertretung so früh und plötzlich einknickt ist nicht nur unklar, sondern auch enttäuschend. Ein Zeitfenster bliebe auch nach der Entscheidung der Unileitung weiterhin offen. Und selbst wenn der Boykott dann scheitern würde: Ein gescheiterter Abwehrversuch ist besser als gar keiner. Besonderen Kampfgeist beweist die Gießener AStA-Politik jedenfalls nicht.
[via kHOSSmos]





