Kongress zu Reproduktionsbedingungen und Perspektiven kritischer Theorie:
Mit dem Einsetzen der neoliberalen Hochschulreform werden die Arbeitsbedingungen kritischer Wissenschaft an den Hochschulen erheblich erschwert, wenn nicht gar zerstört. [...]1.-3. Juli 2005, Uni Frankfurt. www.kongress-kritische-wissenschaft.de
Reaktionäre Wissenschafts- und Personalpolitik wird auch durch Hochschulstrukturmaßnahmen wie bspw. die Streichung gesellschaftswissenschaftlicher Fakultäten und Studiengänge, durch Personalpolitik, durch finanzielle Einschnürung der freien Forschung, durch die Überlastung der WissenschaftlerInnen mit Verwaltungsaufgaben, die wissenschaftliches Arbeiten verhindern, oder durch Leistungsdruck vollzogen. [...] Die zunehmend marktförmige Ausrichtung der Hochschulen bedroht die kritischen Wissenschaften wie ihre Möglichkeiten, demokratisierend und kritisch auf die Gesellschaft einzuwirken.
Mit dem Kongress werden folgende Ziele verfolgt:
- Eine Einschätzung der Auswirkungen der neoliberalen Hochschulreform auf kritische Theorie und Wissenschaft;
- eine Bestandsaufnahme der Orte kritischer Theoriebildung außerhalb der Hochschulen;
- eine Diskussion darüber, wie die Verdrängung kritischer Theorie und Wissenschaft aus den Hochschulen verhindert und durch außerhochschulische Reproduktion kritischer Wissenschaft entgegengetreten werden kann;
- eine Vernetzung von AkteurInnen aus verschiedenen Bereichen der Produktion kritischer Theorie;
- ein Anstoß zur weiteren Diskussion über die Perspektiven kritischen Wissens in der neuen Phase des Kapitalismus.
Daten zur wirtschaftlichen und sozialen Lage der Studierenden aus 11 Ländern
Der neue Eurostudent Report 2005 mit Daten aus 11 europäischen Ländern ist am Donnerstag in Berlin veröffentlicht worden. Die Studie beschäftigt sich unter anderem mit Themen wie Studiendauer, sozialer Zusammensetzung der Studierenden, Studienfinanzierung, Lebenshaltungskosten, Erwerbstätigkeit und Zeitbudget. (...) Sie ist nach Eurostudent 2000 das zweite europäische Projekt zu Daten der sozialen und wirtschaftlichen Situation der Studierenden.
Eurostudent liefert einen Beitrag zum kontinuierlichen Monitoring sozialer Daten für die Verwirklichung des europäischen Hochschulraumes im Rahmen des Bologna-Prozesses. (...) Die vollständige Studie finden Sie hier Quelle: BMBF, Einzelinformationen und Grafiken nach Ländern auch unter www.his.de/eurostudent
"Operation Hirschgeweih" wird mit 13,3 Millionen Euro aus dem Landesetat finanziertFR: Christdemokraten setzen Schlosskauf durch [via The Daily Mo: Roland Rumpelstilzchen]
Der "größte Deal seines Lebens", wie es Erbgraf Eberhard zu Erbach-Erbach ausdrückte, ist perfekt. Der hessische Landtag stimmte mit der CDU-Mehrheit dem umstrittenen Kauf des Erbacher Schlosses im Odenwald und seiner Sammlungen zu. [...]
Denn mit dem Schlosskauf ist es nicht getan. 600 000 Euro müssten noch in die Instandsetzungen der Sammlungen gesteckt werden. Damit investiere das Land im Odenwald mehr als in die Betreuung der wissenschaftlichen Sammlungen der Landesmuseen in Wiesbaden, Kassel und Darmstadt, entrüstete sich Ruth Wagner.
Siehe auch den Beitrag Kundgebung gegen den Kauf des Erbacher Schlosses.
Julia Franz hat ihre Diplomarbeit in Pädagogik (Erwachsenenbildung) veröffentlicht:
Franz, Julia:
Die Regierung der Qualität. Eine Rekonstruktion neoliberaler Gouvernementalität am Beispiel von Qualitätsmanagement in der Erwachsenen- und Weiterbildung (PDF, 1.096 KB).
Diplomarbeit, Universität Gießen, 2004.
Um Feedback, Anregungen und Kommentare wird gebeten: Abstract und Kommentare.
Die Arbeit liegt übrigens unter einer Creative Commons Attribution-NonCommercial-NoDerivs 2.0 Germany Lizenz vor, und darf also - gemäß den Lizenzbestimmungen - zu unkommerziellen Zwecken in unveränderter Form verbreitet, vervielfältigt oder veröffentlicht werden, wenn die Quelle genannt wird.
Tags: Gouvernementalitaet, Qualitaetsmanagement, Erwachsenenbildung, Weiterbildung
Der Kreisverband von Bündnis 90/Die Grünen Odenwald lädt für heute - Dienstag, 7. Juni 2005, 18.00 Uhr, vor dem Erbacher Schloss - zu einer Veranstaltung gegen den Kauf des Erbacher Schlosses durch das Land Hessen und mit tatkräftiger Unterstützung des Landrates des Odenwaldkreises Horst Schnur (SPD) und des Bürgermeisters von Erbach, Harald Buschmann (ÜWG) ein. Das Bundesvorstandsmitglied der Bündnisgrünen Omid Nouripour wird ebenfalls an dieser Veranstaltung teilnehmen.[via kulturblog.de]
Hintergrund: Die hessische Landesregierung kauft gerade das Schloß des Grafen zu Erbach, mitsamt Weinkeller und Geweihsammlung, für 12,2 Millionen. Der verarmte Adel erhält ausserdem ein kostenfreies Dauerwohnrecht. Erbgraf Eberhard zu Erbach-Erbach erklärte, er habe den "Deal seines Lebens" gemacht.
Siehe auch den offenen Brief von Beerfeldener Bürgerinnen und Bürgern:
Wir, Bürgerinnen und Bürger von Beerfelden, fordern die Hessische Landesregierung auf, das Erbacher Schloss nicht zu kaufen und stattdessen die Ausgaben für Bildung zu erhöhen. Wir fordern Investitionen in die Zukunft unserer Kinder und nicht in Relikte, der zum Glück untergegangenen Adelsherrschaft im Odenwaldkreis.[via regioblog]
Hallo,
schreibt Plakate auf dünnem Papier und hängt die in Eure Fenster!
Gewiss habt Ihr noch Lichterketten rumfliegen umrahmt Eure Plakate damit .
Abends ein effektiver Blickfang für Passanten etc.
Liebe Grüße and resist
Caroline
Für die Planung und Koordination von Aktionen an der Uni Gießen gibt es bei Yahoo nun eine Mailingliste des AK Aktion:
Wir treffen uns Dienstag 18:00 vor dem Asta. Es gilt als erstes den Aktionstag am 14. Juni vorzubereiten. Mit dem Asta zusammen haben wir schon folgende Aktionen angedacht:
- Schachturnier - (k)ein Spiel mit der Bildung
- Zelten und Grillen auf dem Campus
- Infostände auf den Campi
- Öffentliche Vorlesungen
Wir hoffen auf weitere Ideen und Initiativen von euch!
Wer der Liste beitreten möchte aber keinen Yahoo-Account hat oder haben will, kann das meines Wissens nach ebenso mit einer leeren Email an ak_aktion-subscribe@yahoogroups.de. Ausserdem lässt sich die Liste auch im Web oder per RSS lesen.





