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Freitag, 2. Juni 2006
Die WM zu Gast bei Freunden. Ab 9. Juni kommen Menschen aus vielen Ländern nach Hessen. Viele von denen will unsere Regierung nicht haben.Allerdings liefen die Gegenmaßnahmen kaum erfolgreich, weshalb sie jetzt dennoch kommen. Bei den Studiengebühren wird das erfolgreicher angegangen. Bei 1.500€ bleiben sie mit Sicherheit alle weg.
Wenn sie jetzt aber schon mal kommen sollten wir sie auch gebührend begrüßen. Wäre es nicht ein schönes Bild, wenn tausende luftballons mit Grußbotschaften in der Nähe des Flughafens in den Himmel steigen, um sie zu begrüßen. Das Manko, dass die Radare dann wohl verrückt spielen und eine Weile niemand startet und landet müssten wir zu Gunsten der schönen Geste verschmerzen.
"Stadtschulsprecher Kaweh Mansoori legte in der Vollversammlung der Liebigschule eine Resolution gegen Studiengebühren vor, die von der Schülerschaft einstimmig beschlossen wurde. Mansoori gab sich zuversichtlich über die Erfolgsaussichten der Demonstrationen: 'Diese Proteste werden erst dann aufhören, wenn Roland Kochs Politik aufhört.' Lisa Mangold, stellvertretende Stadtschulsprecherin, bekräftigte: 'Wir lassen weder Metzger im Biologieunterricht als Ersatz für fehlende Lehrer zu, noch eine weitere Verschärfung der sozialen Selektion in Form von Studiengebühren.'"[Gießener Anzeiger - Stadt stellt nach Zerstörung Anzeige]
"Der Staat will nun auch für das Erststudium Geld haben, maximal 500 Euro pro Semester. Das soll zur Verbesserung der Lehre ausgegeben werden. Ob es dann in die Vorlesungen nicht mehr reinregnen wird und in den Seminaren nur so viele Studenten sitzen, wie es Sitze, äh Stühle gibt, mal sehen. Erst einmal macht der Staat die Tasche auf. Der Studierende soll sie füllen. Kasse auf, Knete rein.[Deutschlandfunk - Campus & Karriere - Verdienen am Studieren]
Der Finanzminister dankt! Hat er aber kein Geld, der arme Studierende, dann kann er in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen Angebote der ländereigenen Banken in Anspruch nehmen, Damit kann der bildungshungrige angehende Akademiker die Studiengebühren zahlen. Nein, genauer gesagt: er muss. Und er zahlt noch etwas mehr: Vielleicht den neuen Dienstwagen vom Vorstand der Länderbank, sicher kein gebrauchter Kleinwagen. Warum? Keine Ahnung! Jedenfalls verdienen die N- und die NRW-Bank nicht schlecht an den Darlehen. Mit einem effektiven Jahreszins von 5,1 bzw. 5,9 Prozent. Bei der Sparkasse an der Ecke gibt es Geld für unter fünf Prozent. Und die Sparkasse ist gewiss keine Wohltäterin, der Vorstandsdienstwagen ist da mit eingepreist. Den gebrauchten Golf oder den Plasmabildschirm für die Weltmeisterschaft kann man also billiger finanzieren als das Studium."
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