"Montag, 29. Mai, 18.30 UhrTags: Studiengebuehren, Uni Marburg, Marburg, Hessen
Regionalkonferenz der CDU Deutschlands mit Angela Merkel und Roland Koch
Messe in Kassel, ca. 4,5 km vom Bahnhof entfernt
29. Mai bis 8. Juni
Campuscamping in Gießen (Phil I) - Kontakt über akcamping@asta-giessen.de
Dienstag, 30. Mai, 11-13 Uhr
Öffentliche CDU-Fraktionssitzung beim Hessentag in Hessisch Lichtenau.
Mittwoch, 31. Mai, 13.15 Uhr
Landesweite Demonstration in Gießen,
Uni-Hauptgebäude
Donnerstag, 1. Juni, 14.00 Uhr
Sternmarsch gegen Studiengebühren in Kassel
Samstag, 3. Juni, 13.00 Uhr
Bundesweite Demo in Berlin: Schluss mit den "Reformen" gegen uns - www.protest2006.de - Busse ab Marburg: Gassmann-Stadion, 6:00 Uhr; Anmeldung unter 06421/163873
Mittwoch, 7. Juni, 18 Uhr
Marburg
große Bündnis-Demonstration: Für Solidarität und freie Bildung
Mittwoch, 28. Juni
Frankfurt/Main
Bundesweite Demonstration gegen Studiengebühren"
im folgenden soll es um eine kritik von unbedachtem protestverhalten gehen. dies bedeutet keineswegs eine aburteilungen von einzelnen protestformen oder mentalitäten. ich möchte lediglich auf einige dinge aufmerksam machen, die offensichtlich nicht allen klar sind.
grundlegend für erfolgreiche proteste ist, dass geschlossen agiert wird. gemeinsam sind wir stark und die sicherheit für die einzelne am höchsten. das soll keines wegs heißen, dass jeder sich dem verhalten der radikalsten anpassen soll. es geht lediglich darum solidarisch zu sein und nicht einzelne leute hängen zu lassen, die häufig genug opfer völlig überzogener polizeimaßnahmen sind.
dies gilt nicht nur für den ernstfall der polizeirepression. bewustes demonstrationsverhalten fängt schon viel früher - genaueres ist in der broschüre - was tun wenn es brennt der roten hilfe nachzulesen - an. an dieser stelle möchte ich nur auf zwei wesentliche punkte eingehen:
(1) kein alkohohl, keine drogen:
wer nicht mehr voll dabei ist gefährdet sich und andere. dies gilt nicht nur für brisante demos, sondern auch für die langweiligste studilatschdemo. wie wir in den letzten tagen immer wieder beobachten konnten, können auch die ruhigsten demos schnell heikel werden.
(2) fotos:
fotos von demonstrationen sind prinzipiell eine gute sache, jedoch gilt es auch hier bewust vorzugehen. macht ein foto von einer gesamten demo, bzw. von den transparenten noch sinn, so kommtdieser privatfoto-stimmungsaufnahmen - am besten gleich als video - komplet abhanden.
beachtet bitte, dass die polizei ständig dabei ist die proteste zu kriminalisieren, und kontinuierlich mehr und mehr leute einfahren. ihr müsst sie nicht dabei unterstützen, indem ihr portraitfotogalerien sämtlicher demonstrierender ins internet stellt. (u.a. meien ich hiermit die hier verlinkte flikr galerie)
also wenn ihr schon fotografieren wollt achtet darauf, dass ihr möglichst wenig gesichter mit drauf habt und diese später unkenntlich macht. darüber hinaus ist es natürlich gut von polizeiübergriffe festzuhalten, aber auch hier ist es wichtig nicht die eigenen leute mit reinzureißen. passt darüberhinaus auf das ihr heikele fotos auch wirklich mit nach hause nehmt. es wäre nicht das erste mal, dass die polizei kameras einsackt um sich selbst zu schützen.
des weiteren sei darauf hingewiesen, das mensch nicht immer mit allen über alles reden sollte. also dem netten herren in grün, bzw. auch denen in zivil mit den schicke n jeans-jacken, schnurbärten und bmw`s bitte bedacht reserviert gegenüberstehen.
also passt auf euch und das was ihr tut und sagt auf, seit solidarisch und überlegt im zweifelsfall lieber zweimal.
(der anstoß für diese anmerkungen, waren zum einen die vielen fotos im internet, u.a. hier und beobachtungen bei veranstalltungen in mr.)
den heutigen artikel der marburger neuen zeitung gibt es
hier
und ein kleiner Bericht von Spiegel Online
klick
Da man ja immer wieder diese Sprüche hört, Studiengebühren würden zu einem zügigeren Abschluss des Studiums führen, legen unsere KollegInnen in NRW die Meßlatte nun etwas tiefer:
"Lehrer brauchen ein schärferes Instrument", begrüßte Schulministerin Barbara Sommer (CDU) einen entsprechenden Vorschlag aus ihrer Fraktion. [...]Weiterlesen bei Spiegel Online.
In Zukunft könnten Schulen ihre Blaumacher bei der Schulaufsicht melden, die dann das Ordnungsgeld von etwa 50 Euro verhängen soll. Wenn ein Schüler nicht zahlt, soll ein Jugendrichter darüber entscheiden, ob er stattdessen soziale Arbeit leisten muss.
Diese Schulministerin hat anscheinend jegliche pädagogischen Bemühungen bereits abgeschrieben, wenn sie nun auch Schule als Gebühren-Markt begreift. Meiner Ansicht nach sind derartige ideologische Verwirrungen untragbar.
Tags: Schulgeld, Schule, NRW.





