Der Spiegel hat ein Interview mit dem Wirtschaftsjuristen Bernhard Nagel geführt. Sehr deutlich wird hier, was Studiengebühren bislang immer bewirkt haben: Über die Jahre steigen die Gebühren stetig an, während die staatlichen Hochschulausgaben weiter absinken.
Auszug aus dem Interview: Nagel: Genau dasselbe wird in Deutschland kommen, wenn Studiengebühren eingeführt werden: Man wird erstaunt sein, wie viele wegbleiben werden, und man wird nicht herausfinden, wo sie abgeblieben sind. Und ich befürchte, dass in Deutschland wie in Österreich das Geld jedenfalls auf Dauer nicht an den Hochschulen ankommt, sondern dass die Hochschuletats entweder sofort oder im Lauf der Zeit abgeschmolzen werden, die Studiengebühren also an den Finanzminister gehen.

Gibt es dafür Hinweise bei Ländern, die schon vor längerer Zeit Studiengebühren eingeführt haben?

Nagel: Es gibt kein Land, in dem es nicht so war. Selbst in den Niederlanden, die ein relativ moderates Studiengebührensystem eingeführt haben, haben wir die Parallelentwicklung einer Absenkung der staatlichen Hochschulausgaben und einer Erhöhung der Studiengebühren.
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# Freitag, 28. Januar 2005, 16:27, von moe in Presse

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