Vom 03.08.2004 [...]
Nach Aussage des hessischen Wissenschaftsministers Udo Corts (CDU) gibt es zwischen den unionsregierten Ländern keine Vereinbarung über die Erhebung von Studiengebühren ab 2006, wie sie in den Medien dargestellt würde. Und in Hessen sind diese sowieso kein Thema. "Im laufenden Regierungsprogramm sind keine allgemeinen Studiengebühren vorgesehen", ließ Corts gestern aus seinem Urlaub an der Nordsee verlauten. Hessen habe nur angestrebt, Langzeitstudenten zur Kasse zu bitten. "Aber diese Aufgabe ist inzwischen abgearbeitet", so der Wissenschaftsminister. [...]

Unterschiedlich sind die Meinungen zu allgemeinen Studiengebühren an der Frankfurter Universität. Uni-Präsident Rudolf Steinberg erklärte gestern auf Anfrage, dass das Präsidium deren Einführung unter drei Voraussetzungen befürworte: Es sollte sich um eher bescheidene Bildungsbeiträge der Studierenden handeln, die Ausgestaltung müsse unbedingt sozialverträglich erfolgen, und die bisherigen Landeszuschüsse dürften nicht abgesenkt werden. [...]

Die CDU-Studentenorganisation Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) unterstützt unterdessen Forderungen nach Studiengebühren auch für Erststudiengänge von rund 1 000 Euro im Jahr. Sie forderte allerdings, dass diese ausschließlich den Hochschulen zufließen sollten, erklärte der hessische Landesvorsitzende Christian Richter-Ferenczi gestern in Kassel.
Zum ganzen Artikel: Main-Rheiner: Nur Langzeitstudenten zahlen.

# Freitag, 6. August 2004, 17:49, von moe in Studiengebuehren

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