....und das Campus-Camp in Gießen geht in die 4. Woche. Hier ist das vorläufige Programm. Änderungen könnten noch kommen. Bis Mittwoch stehts aber definitiv

Montag 18Uhr
Vortrag und Diskussion zum Thema: Argumente gegen Studiengebühren

Dienstag 20Uhr
Lesung Kais Wirrer Gedanken

Mittwoch 20h
68er Erzähl-Cafe mit Zeitzeugen

Donnerstag oder Freitag
Vortrag zum Thema: Zusammenhang von Bildung und Armut (tba)

Täglich 14-19Uhr
Infostand im Seltersweg

Täglich 0-24Uhr
Infostand am Pferd im Phil I

Wir freuen uns über jeden, der kommt. Wer uns helfen will, kann sich immer bei uns melden (Mail: CampusCamping@web.de)

Von campuscampinggi um 22:15 in Giessen | 0 Kommentare | Kommentieren

 
 

In der heißen Mittagssonne fanden sich am 13.06.2006 in Kassel ca. 30 Studierende zu einer so genannten Jubeldemo zusammen. In feinsten Anzügen, schicken Kleidern und edlen Frisuren hat man sich lauthals mit den Plänen der CDU und Paris (Hilton) solidarisiert.

Immer mit einem Augenzwinkern forderte man die sofortige Einführung von Studiengebühren von mindestens € 1500, den Rauschmiss armer Studierender sowie eine Abschaffung von Studienkrediten für bedürftige Studierende. Dabei wurde genüsslich Sekt getrunken und klassische Musik gehört.
Verblüffte Zuschauer erwartete im Anschluss ein Flyer, welcher über die Jubeldemo aufklärte und auf unsere zentrale Protest-Homepage weiterleitete. Die an sich klar überzogene Kleidung, die extremen Parolen und unser Pro-Studiengebühren-Lied in Anlehnung an „Ode an die Freude" wurden von den meisten schnell als cleverer Sarkasmus erkannt. Die Wenigen, die unsere Aktion verwirrt hat, konnten im persönlichen Gespräch schnell beruhigt werden.

Gegen 14:00 Uhr zog unser CDU (Club Deutscher Unternehmer) durch die Stadt und sang vor dem Rathaus erneut das Lied "Freude schöner Silbertaler". Wir haben in der Innenstadt mit dieser ungewöhnlichen Form des Protestes sehr viel Aufmerksamkeit erregt, auch hier wurden wieder viele Flyer verteilt.

Für weitere Informationen: WWW.PROTEST-KASSEL.DE



Von studentkassel um 21:22 in Aktionen | 2 Kommentare | Kommentieren

 
 

Pressemitteilung

"...dein Studium: unbezahlbar." -- Wie aus lebenslangem Lernen lebenslänglich Zinsen werden

FACHKRAFT veröffentlichte heute unter http://www.open-politix.de/cortscalc
einen Online-Rechner, mit dem sich Studierende und Interessierte ausrechnen können, wie hoch die finanziellen Belastungen durch das in Hessen geplante "Studienbeitragsgesetz" tatsächlich ausfallen werden. "Die Ergebnisse sind schockierend", mahnt Senats-Spitzenkandidat und stellv. AStA-Vorsitzender Juko Marc Lucas, "nach den gesetzlichen Vorstellungen der CDU kann es schnell passieren, dass man Zehntausende von Euros 'zurückzahlt', ohne jemals wieder schuldenfrei zu sein!"
Eine veranschaulichende Beispielrechnung finden Sie hier.

In seiner Audiobotschaft sprach Roland Koch von einem Darlehen zu "besonders günstigen Konditionen". Das geplante Gesetz sieht vor, dass das großmütig angebotene Darlehen in Raten von 50, 100 oder 150 Euro zurückgezahlt wird.
Dabei fallen Zinsen von bis zu 7,5% an, auf Antrag kann eine Kappung des aktuellen Schuldenbergs bei 17.000 Euro vorgenommen werden. "Diese Eckdaten genügen, um in eine lebenslange Schuldenfalle zu geraten", erklärt Christian Hof, Sprecher der Senatsliste FACHKRAFT, "bei 17.000 Euro wäre ein Zinssatz von 3,3% ausreichend, um eine Tilgung mit 50-Euro-Raten zu Lebzeiten unmöglich zu machen, bei 3,6% lägen die Zinsen sogar über der Rate, und bei 7,1% würden auch Raten von 100 Euro nicht mehr helfen, obgleich man nach 80 Jahren 96.000 Euro gezahlt hätte." Tatsache -- ein echtes Schnäppchen! Fragt sich nur für wen.

Cui bono?

Die von der CDU beworbene Kappungsgrenze bleibt relativ wirkungslos. "Es sollte klar sein, dass die Zinsen selbstverständlich nicht den Universitäten zugute kommen werden", empört sich StuPa-Spitzenkandidatin Kathrin Kattler, "es ist zudem offensichtlich, wer überhaupt ein Darlehen zur Gebührenfinanzierung aufnehmen muss -- die zukünftigen ZinsenzahlerInnen stammen wohl kaum aus den wohlhabenderen Schichten."

Und hier liegt das verschärfende Problem: Die Gebühren an sich werden Kinder aus einkommensschwachen Familien nicht nur tendenziell von einem Studium abschrecken, unterm Strich müssen sie ganz real sehr viel mehr für das gleiche Studium zahlen als Bessergestellte, die keinen Kredit benötigen.
Dieses Darlehensystem führt also in keiner Weise einen sozialen Ausgleich herbei, sondern verschlimmert die Schieflage zusätzlich.

"Um diese graue Theorie begreifbar zu machen, haben wir CortsCalc entwickelt", erklärt der angehende Informatiker und derzeitige AStA-Referent für Technik und Open Source-Politik, Martin Scholl: "Das Formular errechnet anhand persönlicher Angaben die tatsächlichen Schulden, die sich nach dem vorgeschlagenen CDU-Gesetz im Laufe des Lebens anhäufen werden -- mit Zins und Zinseszins." Wer nicht selbst studiert, kann sich auch eine realistische Beispielrechnung zeigen lassen.

Hintergrund

Die Hessische Landesregierung plant zum Wintersemester 2007/08 die Einführung von allgemeinen Studiengebühren. Alle Studierenden sollen ab dem ersten Semester mindestens 500 Euro je Semester zahlen. Dieses Vorhaben verstößt jedoch gegen Paragraph 59 der Hessischen Landesverfassung, der die Erhebung von Gebühren aus sozialen Gründen untersagt -- niemand soll durch finanzielle Hürden von einem Studium abgehalten werden.
Ihren Verfassungsbruch möchte die allein regierende CDU daher durch ein gleichzeitig einzuführendes Darlehensystem kaschieren. Sie erweckt den Eindruck, die "unbürokratisch" mögliche Kreditfinanzierung der Gebühren würde ihre unstrittigen sozialen Nachteile ausgleichen.
Doch das Gegenteil ist der Fall: Die Darlehen der hessischen CDU vergrößern die soziale Schieflage zusätzlich, und zwar in enormen Ausmaßen.

Als besonders "soziales" Merkmal dieses Modells soll mit der Rückzahlung des Kredits erst bis zu zwei Jahre nach Studienende begonnen werden können, und erst ab einer Gehaltsgrenze von monatlich 1060 Euro soll überhaupt gezahlt werden müssen -- in individuell festlegbaren Raten von 50, 100 oder 150 Euro.
Was als Sozialfeature dargestellt wird, birgt jedoch bei genauerem Hinsehen viel größere finanzielle Risiken als die eigentlichen Studiengebühren. Denn nach dem Willen von Ministerpräsident Roland Koch und seinem Wirtschaftsminister Udo Corts werden diese Kredite mit bis zu 7,5% verzinst, was langfristig zu erheblichen Schuldlasten führen kann, die in ungünstigen (aber nicht unwahrscheinlichen) Fällen den ursprünglichen Gebührenkredit übertreffen.

Bereits bei der Einführung von Langzeitstudiengebühren ließ Udo Corts 2003 durchblicken, dass Mathematik und realistische Abschätzungen nicht seine Stärke sind: Er versprach Einnahmen von 24 Mio. Euro, hatte am Ende aber nur 9,1 Mio. eingenommen. Mit dem "Studienbeitragsgesetz" (HStuBeiG) legt Corts nun ein weiteres Meisterwerk an Fehlplanung und Wunschdenken vor.


FACHKRAFT ist eine hochschulpolitische Liste der Philipps-Universität Marburg.
Fachschaftsnah und parteiunabhängig vertreten wir studentische Interessen in StuPa und Senat, und sind seit dem ersten Wahlantritt 2003 AStA-tragende Liste. Dabei verfolgen wir ein offenes Politikkonzept und laden zu freier Teilnahme und Kritik ein.

Von _mike_ um 18:41 in Studiengebuehren | 0 Kommentare | Kommentieren

 
 

"Montag, 19. Juni
Kassel, Wiese zwischen AStA und K10 Bistro
Eröffnung des Protest Cafés »Koch-Lounge«

Montag, 19. Juni, 9 Uhr
Marburg, Hochsicherheitslabor auf den Lahnbergen
Richtfest mit Udo Corts
(Bushaltestelle Hans-Meerwein-Straße, Anfahrt mit Buslinie 16 und 7)

Dienstag, 20. Juni, 11-14 Uhr
Marburg, Mensa Lahnberge
Kistenklettern gegen Studiengebühren

Dienstag, 20. Juni, 18-20 Uhr
Treffen am Marktplatz, Ende bei der CDU
Jubeldemo in Marburg

Mittwoch, 21. Juni, 20 Uhr
Marburg, Elisabeth-Blochmann-Platz
Lauftreff

Mittwoch, 21. Juni, 12 Uhr
FFM, Campus Bockenheim
Bend it like Frankreich (Vol.II)

Donnerstag, 22. Juni, 18 Uhr
Kassel, vor der Bibliothek am HoPla
Demo für freie Bildung im Fussballoutfit

Donnerstag, 22. Juni, 17 Uhr
Giessen, Wiesenstr vor der FH
Demo gegen Bildungsabbau

Montag-Mittwoch, 26.-28. Juni
Hattingen, DGB-Bildungszentrum
Zukunftstagung des Aktionsbündnisses gegen Studiengebühren

Mittwoch, 28. Juni
Wiesbaden
Bundesweite Demonstration gegen Studiengebühren"
Und wie immer gilt:
Wenn ich einen Termin vergessen habe oder irgendeine Information nicht stimmt, bitte in den Kommentaren korrigieren!

Tags: , ,