Leider kann ich, sebst als Studentin, die aktuellen Protesten, nicht mehr unterstützen. Sicherlich bin ich gegen Sozialabbau, gegen Studiengebühren und habe bislang auch die Aktionen unterstützt. Aber das Besetzen der Autobahn halte ich für äußerst kontraproduktiv , egoistisch und verantwortunglos! Und egal was die Polizei daraus macht, Initiator waren die Studis! Mal davon abgesehen, dass in diesen Autos Betroffene sitzem (zumindest des Sozialabbaus)- gegen die IHR demonstriert, meint ihrt im Ernst den Roland juckt es, im seinen klimatisierten Büro das auf Ffm´s Straßen die Hölle los ist? Gestern waren es über 30 Grad. Ich persönlich stand 2h im diesem Stau, neben mir eine Frau deren Kinder, wegen euch alleine zuHause waren, Menschen die nicht mehr zur Arbeit konnten und Urlaub genommen haben... Aber das interessiert nicht, ihr handelt gedankenlos und verlangt Solidarität. Ihr bringt die Leute gegen euch auf und wundert euch, dass es kein KICK IT LIKE FRANKREICH gibt.
Warum besetzte ihr nicht die Ministerien mit 3000 Mann? Blockiert die Vernatwortlichen nicht die Betroffenen? Warum arbeitet ihr nicht mit den Ärzten zusammen? Das sind auch Akademiker!! Ich persönlich werde mir überlegen, ob ich die AKtionen der Asta weiter unterstütze, habe ich bisher solidarisch gehandelt, schließlich bin ich bis zum WS 06/07 exmatrikuliert, kann ich das von euch nicht behaupten.
Ich bin gegen Studiengebühren und gegen Sozialabbau, aber ich halte das momentane Konzept für nicht glaubwürdig und wirkungslos. Schade, denn das Potenzial Massen zu bewegen ist da. Vielleicht gibt es doch den einen oder anderen schlauen Kopf, der das erkennt und was daraus macht.

# Freitag, 7. Juli 2006, 13:42, von sweeni in Aktionen

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bomberman kommentierte am Freitag, 7. Juli 2006, 15:38:
...

Ministerien mit 3000 Leuten besetzen fänd ich super ... *träum* ... aber wegen Fußballfans standen auch Leute im Stau, wer hat sich da aufgeregt? Zusammenarbeit mit den Ärzten gibt es übrigens längst..

Was ich an deinem Beitrag schade finde: Du sgast du handelst solidarisch, aber offensichtlich handelst du gar nicht... du erwartest das "ein paar schlaue Köpfe" die sache für dich regeln sollen...
Wozu habt ihr Kopf und Hände.. denkt euch selber mal was aus!

MfG Bomberman

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commentunicator kommentierte am Freitag, 7. Juli 2006, 16:15:
Ojeoje

Sicherlich bin ich gegen Sozialabbau, gegen Studiengebühren und habe bislang auch die Aktionen unterstützt. Aber das Besetzen der Autobahn halte ich für äußerst kontraproduktiv , egoistisch und verantwortunglos! vs. Mal davon abgesehen, dass in diesen Autos Betroffene sitzem (zumindest des Sozialabbaus) vs. Ich persönlich stand 2h im diesem Stau, neben mir eine Frau deren Kinder, wegen euch alleine zuHause waren, Menschen die nicht mehr zur Arbeit konnten und Urlaub genommen haben... Aber das interessiert nicht, ihr handelt gedankenlos und verlangt Solidarität. vs. Ich persönlich werde mir überlegen, ob ich die AKtionen der Asta weiter unterstütze, habe ich bisher solidarisch gehandelt, schließlich bin ich bis zum WS 06/07 exmatrikuliert, kann ich das von euch nicht behaupten. und so weiter...

Von was für einem Konzept redest Du überhaupt, meinst Du damit die Demoverläufe? Die Aktionen waren bisher sehr bunt und vielfältig, wahrscheinlich war darunter auch einiges dabei, was Du hier als "glaubwürdig" bezeichnest (mal ganz davon abgesehen dass ich selbst zum Zeitpunkt nach der offiziellen Demo noch massig Zuspruch von Passanten und Autofahrern erlebt habe, aber manche wollen halt lieber schnell ihre Grillwürstchen in den Kühlschrank bringen - scheiß Studenten, so nicht!). Du kannst Dich natürlich von gewalttätigen Studierenden oder jeglicher Art von Widerstand distanzieren, ich selbst halte auch nicht alles, was da passiert, für sonderlich gelungen, weder von Seiten der Demonstranten noch von Seiten der Polizei. Da die Spaltung der Demonstranten in "gut" und "böse" nicht ganz hingehauen hat wird eben jetzt ohne wenn und aber die Masse der Studierenden kriminalisiert. Nun ja, aber wenn Du diese Meinung teilen möchtest, dann teile sie eben. Aber immer schön gegen Studiengebühren sein, hörst du! Aber zum Glück bist du bis zum WS 06/07 exmatrikuliert, somit musst du auch keine Angst mehr davor haben, dass deine lobenswerte Einstellung durch die Presse in den Dreck gezogen wird.

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sweeni antwortete am Mittwoch, 12. Juli 2006, 17:41:
Nicht kritikfähig

Danke für den Beitrag...

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nemec kommentierte am Freitag, 7. Juli 2006, 18:06:
Bitte bleib solidarisch

... auch ich sehe die eine oder andere Aktion kritisch. Ich selber bin schon kein Studi mehr. Nur wenn die Studis symbolisch einen Autobahn-Zubringer sperren, um endlich nicht mehr ignoriert zu werden, ist es natürlich ziemlich perfide, wenn man die Studis kesselt, die Autobahn weiträumig sperrt und z.B. die Gegenrichtung seitens der Polizei selber dichtmacht. Die zwei Stunden Stau waren der Polizei geschuldet, nicht den Studis. Es war die Polizei, die sich ewig lange mit den Festnahmen Zeit gelassen hat (so wie ich das jetzt von Augenzeugen mitbekommen habe). Das ist gewollte Kriminalisierung. Wenn Du jetzt alle in einen Sack steckst, machst Du das, was die Landesregierung beabsichtigt hat, um die Bewegung zu spalten. Dann wird die Salami-Taktik so weitergehen. Erst die Studis, dann ich, dann Du. Und in diesem Fall bricht die Landesregierung bzw. im Herbst die Abgeordneten die eigene Landesverfassung. Bitte beachte den Ernst der Lage! Ich hoffe (eigentlich bin ich sicher), die Studis analysieren die Situation von gestern und stellen sich darauf ein. Bitte, bitte, spring nicht ab. Längerfristig wirst Du vermutlich nämlich auch einen Schaden davon tragen. Verfassungsbruch darf nicht toleriert werden. Widerstand ist hier auch Pflicht (Art. 146 + 147 der hess. Landesverfassung. Vielen Dank

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mirco fliess antwortete am Samstag, 8. Juli 2006, 05:54:

Wer eine Autobahn blockiert, ist kriminell, den braucht man nicht mehr kriminalisieren.

Wenn Team Green im Fall einer solchen Blockade auch die Gegenrichtung sperrt, dient das schlicht dem Schutz aller Beteiligten. Was ist, wenn die "Protestierenden" auch auf die andere Fahrbahn laufen?

Willst du das verantworten? Dass sie offensichtlich unzurechnungsfähig sind, haben sie ja schon bewiesen.

Sag mal, merkt ihr noch was? Irgendwas?

Und bitte, was denn nun? Die Eskalation der "symbolischen" Besetzung ist doch genau das, was man erreichen will. Ist doch nur nett, dass Team Green euch den Wunsch erfüllt. Dumm nur, dass der Schwachsinn durch die Anzeigen auch persönliche Konsequenzen nach sich ziehen wird.

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janxyz antwortete am Samstag, 8. Juli 2006, 09:52:

"Wer eine Autobahn blockiert, ist kriminell, den braucht man nicht mehr kriminalisieren."

Nenn mir einen erfolgreichen Protest, einen erfolgreichen Volksaufstand oder was auch immer, in dem nicht irgendwelche Gesetze gebrochen wurden. Wenn man danach geht, bräuchte man gar nicht mehr auf die Straße gehen, denn man würde sich ja schon mit einer Spontandemo wegen Verstoß gegen das Versammlungsgesetz kriminell machen.
Die Frage ist, ab wann es unverhältnismäßig kriminell wird. Und diese Grenze ist meiner Meinung nach bei Gewalt gegen Privateigentum und Gewalt gegen Menschen erreicht. Insofern war unser Protest bisher sehr unkriminell.

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julicie antwortete am Samstag, 8. Juli 2006, 10:52:

selbstreflektion und -kritik ist immer angebracht- und da wir eine ganze menge von leuten mit einer ganzen menge von meinungen sind...werden wir die gute und schlechte art des protestes wahrscheinlich nie deffinieren können.

Allerdings wollte ich mal anmerken: Ich protestiere selber fleißig und versuche dabei auch nachzudenken.
Oke, vielleicht ist die Autobahnbesetzung nach dem 10 mal nicht mehr lustig. Aber es geht nicht um spaß, und es geht auch nicht mehr um SYMmpathien!!!

Wie viele lustige bunte Aktionen haben wir uns in den letzten 3 Jahren ausgedacht, um Sympathien und verständnis bei den andern auszulöse? Hatt es uns irgendwas gebracht?

Jaa, die sind ja lustig die Studenten und so friedlich und zivilisiert. Prima, darüber hinaus leider nix.

Also, was haben wir noch zu verlieren?

Mit ein bisschen allgemeiner Vernunft und feingefühl sollten wir in der lage sein, die Gratwanderung zwischen nachhaltigem, lauten, ernsten PROTEST und sinnloser Randale/oder Gewalt zu meistern. Davon bin ich überzeugt.

In diesem Sinne: Die letzte Schlacht gewinnen wir!!!

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commentunicator antwortete am Samstag, 8. Juli 2006, 12:31:
Nur als Anmerkung

Wer eine Autobahn blockiert, ist kriminell, den braucht man nicht mehr kriminalisieren.

Ich halte es für falsch, den Leuten (oder allen Autobahnbesetzern) die Zurechnungsfähigkeit abzusprechen. Denkst Du wirklich, diese merken nichts mehr? Ich denke es sieht genau andersrum aus. Eskalation einer symbolischen Besetzung sollte nicht passieren und ist in diesem Maße sicherlich nicht so beabsichtigt - zumindest von Seiten der Studierenden. Dass sie das Risiko eingehen, zeigt lediglich, dass sie es ernst meinen, denkst Du die machen das zum Spaß? (wobei ich Einzelmotivationen jetzt mal unberücksichtigt lasse, aber wer auf Konfrontation und Aufmüpfen aus ist, findet auch andere Gelegenheiten -> was denkst Du wieviele von den "Autobahnstudenten" vorbestraft sind oder in der Vergangenheit schon mal auffällig geworden sind)
Leider stimmt das mit den Konsequenzen, man muss sich eben entscheiden, aber dazu reicht die Zeit oft nicht aus - dann läuft alles aus dem Ruder und von den "Rangeleien" und gescheiterten Aufgabeversuchen wird ja von allen Seiten lang und breit berichtet. Studierendevertreter halten die Besetzung ebenfalls für eine legitime Form des Protests und ich denke nicht, dass diese sich vorher keine Gedanken darüber machen, welches Bild sie in der Öffentlichkeit vermitteln wollen oder können. Das das alles in allem ein großer Zwiespalt bleibt ist nicht zu leugnen. Unverhältnismäßig kriminell oder unverhältnismäßige Kriminalisierung - such es Dir aus. Aber bitte bedenke, dass es hier nicht einfach nur um eine persönliche Meinungskundgebung geht, die politischen Prozesse dahinter nicht aus den Augen verlieren und wie im Ausgangskommentar so schön angemerkt wurde, ist man als einigermaßen reflexiver Mensche sogar laut Verfassung verpflichtet, Widerstand gegen diesen Verfassungsbruch zugunsten der Wirtschaftsmacht zu leisten.

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mirco fliess antwortete am Sonntag, 9. Juli 2006, 20:28:

Ich bin tatsächlich geneigt Menschen, die eine befahrene Autobahn blockieren wollen, die Zurechnungsfähigkeit abzusprechen. Zumindest aber handeln sie unverantwortlich und grob fahrlässig.

Von "symbolischen Besetzungen" zu sprechen halte ich für rhetorische Augenwischerei. Entweder man besetzt, oder man besetzt eben nicht. Besetzt man, will einen möglichst großen Impact auf die öffentliche Meinung. Für Studenten, die sich 2 Minuten symbolisch an einen Autobahnzubringer stellen, interessiert sich - spätestens beim 3. Mal - kein Mensch. Folglich muss hier eskaliert werden.

Ich habe keine Ahnung, wieviele der Teilnehmer vorbestraft sind. Was möchtest du hören? Dass es sich um professionelle Demonstranten handelt? Oder um unschuldige Nachwuchsakademiker mit echten Existenzsorgen (Ich tippe auf ein Übergewicht bei letzterer Gruppe, wenn es dich beruhigt).

Dass Studierendenvertreter den Protest für legitim halten, sagt leider gar nichts über die Legalität der einzelnen Protestformen aus. Natürlich halten sie Protest für legitim, sonst wären sie ja auch keine Studentenvertreter.

Und nur weil man sich vorher Gedanken macht, wird's halt nicht legal (legitim mag's sein). Es sind nunmal Laien. Hier vor Ort leider nicht die fähigsten, keine Ahnung, wie das bei euch ausschaut.

Mit einem durch die Verfassung legitimierten Widerstand zu argumentieren tue ich mich schwer. Klar, mag man von studentischer Seite so sehen, mir ist das noch eine Nummer zu groß. Und selbst wenn, da gibt es wohl sinnigere Aktionen als Autobahnblockaden.

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erdbeermilch antwortete am Sonntag, 9. Juli 2006, 22:48:
ne bessere idee?

super mirco, dass du hier mit kritik um dich schmeisst. allerdings beschränkst du dich darauf, die aktionen, die stattfinden, runterzumachen. wie wär`s denn mal mit nem verbesserungsvorschlag von deiner seite?

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commentunicator antwortete am Montag, 10. Juli 2006, 00:02:
@mirco

Mit "symbolisch" meinte ich zumindest auch nicht unbedingt "stellvertretend" für eine wahre Besetzung, sondern eben eher "zeichensetzend" für die Ernsthaftigkeit und Unbeirrtheit. Außerdem ist es albern, darüber Mutmaßungen anstellen zu wollen wer von den verknackten Autobahnbesetzern vorbestraft ist, hart am Hungertuch nagt oder sonstwas. Sicherlich hast Du Recht, insbesondere die Autobahnaktionen sind zumindest zwiespältig zu betrachten. Zwei bis drei Dinge aber sind es die mich daran besonders stören: Zum einen der um sich greifende Generalverdacht, siehe die Ankündigungen für die nächste Demo in Gießen, die "Unterbrechung" der Party im Cafe Koz oder schon allein das härtere Vorgehen der Polizei abseits der Autobahn. Zum anderen kann man der Polizei aber auch ruhig zugestehen, bei einer Großdemonstration mittlerweile einfach mit Autobahnbesetzungen rechnen zu müssen und so wie ich das verstanden habe, war die Autobahn ja dann auch schnell genug dicht (weil eben schon Polizei vor Ort) -> es ist ja nicht so als würden die "Spontandemos" eines ruhigen Nachmittags sich urplötzlich dazu entschließen "mal auf die Autobahn" zu gehen. Drittens: Man kann (!) die Leute auch anderweitig von der Autobahn kriegen, anstatt sie gleich zu verknacken, aber darüber lässt sich wohl streiten. Warum ging das vorher anders?
Dass das ganze nicht narrensicher ist, dürfte nach mehreren Zwischenfällen mit Bus, Auto und Bahn klar sein, ich selbst halte das auch nicht für 100% sinnvoll/ungefährlich/whatever. Für mich und sicher auch für den Großteil der Demonstranten gibt es beim Widerstand eindeutige Grenzen, aber die sind bei jedem wohl anders definiert. Ob es besonders klug ist, die empfundene Polizeirepression damit bekämpfen zu wollen, indem man lachend ins offene Messer läuft und sich später doch einmal über die Nächte im "Partyknast" ärgert...naja, imho bleibt das jedem selbst überlassen. Ob das jeder weiß, sei einmal dahingestellt; ich persönlich bin auch der Meinung dass die anderen Aktionen (und damit meine ich jetzt nicht unbedingt die "Latschdemos", bei denen immer rumgeheult wird dass sie nichts bringen und dann montieren wir eben ein Straßenschild ab) etwas zu sehr in den Hintergrund geraten, aber über die Wirksamkeit von sowohl der einen als auch der anderen Form kann man wohl nur spekulieren.

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janxyz kommentierte am Freitag, 7. Juli 2006, 20:47:
Die Mehrheit der Reaktionen unter den Studierenden sieht zum Glück anders aus

Die Mehrheit der Reaktionen unter den Studierenden sieht zum Glück anders aus als obiger Beitrag. (aber die waren wahrscheinlich auch nicht im Stau gestanden ;-) )

Ich habe heute mit mehreren bislang protestunwilligen Studierenden gesprochen, die allein durch die Fernsehbilder(!) der Polizeiaktionen gestern in Frankfurt so wütend wurden - darüber wie die gesamte Studentenschaft sobald sie sich ernsthaft wehrt so kriminalisiert und auch von außen radikalisiert wird - , dass sie beschlossen haben, ab jetzt bei jeder Demo mitzumarschieren.

Bei den meisten Studierenden ist es nämlich tatsächlich sehr schnell angekommen, dass eine solche Aktion, die zuvor schon mehrere Male absolut friedlich durchgeführt und auch relativ zügig zuendegebracht wurde, nun plötzlich mit Schlagstockeinsätzen und irrsinnig vielen Festnahmen endet. Und die meisten merken natürlich, dass einzig und allein ein Befehl von oben dafür verantwortlich sein kann.

Die Polizei hat sich selbst dadurch einen Bärendienst erwiesen. Jede dieser überzogenen und unverhältnismäßigen Reaktionen, gepaart mit der Impulsivität (freundlich ausgedrückt) einiger Beamten, erzeugt unter der Studentenschaft Wut. Ich glaube nicht, dass diese Vorgehensweise der Deeskalation dient.

Zum Schluss und um damit wieder auf den obigen Beitrag zurückzukommen, muss ich bestätigen, dass für die 2h Stau auf der A66 allein die Polizei die Verantwortung trägt. Die Demonstranten wurden angegriffen, als sie bereits im Begriff waren, die Autobahn zu verlassen. Und zwar auf eine solche Art und Weise, dass Autofahrer, die im Stau warteten, eingriffen und Beamte zur Rede stellten.

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unbunt antwortete am Freitag, 7. Juli 2006, 22:13:
(Die Überschrift)

Es wäre klasse, wenn sich diese Autofahrer und andere Augenzeugen mit ihrer Sicht der Dinge an die Öffentlichkeit wenden könnten, damit es für die Landesregierung, die Polizei und die Presse ein bißchen schwerer wird, die blockierte Autobahn allein zu einer Sache von ein paar wenigen "randalierenden" Studenten zu machen...

Ansonsten, bei allem Ärger über diese grandiose Fehlleistung der Freunde und Helfer in Grün - Ein Gutes hat diese ganze Sache mit den Festnahmen ja: Die Landesregierung wird sich in Zukunft selbst Lügen strafen, wenn sie die Protestierenden als kleines, isoliertes Grüppchen von vielleicht 300 Personen darstellen will.

Um wenigstens ein bißchen auf den ersten Post eingegangen zu sein: Ich finde auch, bislang hat sich der Protest viel zu wenig direkt gegen die Regierenden gerichtet - es wird Zeit, mal dahin zu treten, wo es den Mächtigen *richtig* weh tut... Banken besetzen, sich mal Udo's Zuhäuschen angucken gehen?

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commentunicator antwortete am Samstag, 8. Juli 2006, 12:00:
Protestausrichtung

Ich finde auch, bislang hat sich der Protest viel zu wenig direkt gegen die Regierenden gerichtet

Vollste Zustimmung, diese Möglichkeiten gehen in der Zeit des Diskutierens über die bisherigen Verläufe (trotzdem sei natürlich auch weiterhin zur Selbstreflektion aufgefordert...;) ) etwas unter. Dafür ist im Zweifelsfall später Zeit, für das Vorankommen sollte man sich eigentlich was überlegen - siehe z.B. http://www.taz.de/pt/2006/06/19/a0039.1/text unten der kleine Hinweis (mehr hab ich auf die Schnelle nicht gefunden) mit der Stürmung des Werbeschiffs, diese Aktion halte ich zum Beispiel für sehr gelungen. Soweit ich das mitgekriegt habe, wollten am Donnerstag in Frankfurt auch einige in Richtung Bank losziehen, aber man sollte für solche Anlässe spezielle Flyer entwerfen und unter die v.a. Kunden bringen, die das Verhältnis ein bißchen aufdröseln. Sonst denken die Leute halt doch nur "Ah, Studentenproteste, die sind ja gegen Studiengebühren und die Bank die hat ja Geld" (bestenfalls, ansonsten eben "Ah, Studentenproteste, und ziehen jetzt halt gerade hier vorbei wenn ich aus der Bank komme - sowas Ärgerliches, wäre ich doch ne Stunde früher losgegangen").

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