Eine Frage wuerde mich doch auch mal sehr interessieren:

Wieviele unserer Politiker haben eigentlich ihr Studium in der
Regelstudienzeit geschafft?

Unser leben wird regelrecht sabotiert, haetten wir bei Beginn unseres
Studiums gewusst, dass wir spaeter bluten muessen, haetten wir uns
darauf einstellen koennen. Diese Gelegenheit hatten wir nicht gehabt.

Die Hochschulen zu betreiken, das bringt meiner Meinung nach wenig.
Stattdessen muss es richtig weh tun - auch den Politikern.

Bei den Politikern sollte man das Geld einfordern, nicht bei uns, und wenn das nicht geht, muss man halt mal richtig giftig werden und
zu haerteren Aktionen greifen.

Schliesslich wollen die uns unsere Zukunft zerstoeren.

mfG
Olli

# Dienstag, 9. Dezember 2003, 02:21, von olli in Allgemeines

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tobiit kommentierte am Dienstag, 9. Dezember 2003, 08:08:
Seit wann sind denn Politiker die großen Vorbilder?

Im übrigen muß es nicht heißen, wieviele Politiker ihr Studium in der Regelstudienzeit beendet haben (von den Akademikern sind es übrigens außer bei den Grünen die überwiegende Mehrheit, die z. B. die Promotion mit Prädikat in extrem kurzer Zeit abgeschlossen haben), sondern wieviele damals bereit gewesen wären den kleinen Beitrag für alle Studierenden und ihre Hochschulen zu leisten.

Im übrigen sollte man auch mal darüber nachdenken, inwiefern die Studiengebühren durch Arbeitsleistung zu ersetzen sind. In jedem Verein kann man durch Arbeitsstunden seinen Jahresbeitrag senken.

Also sollte man überlegen, inwiefern für bedürftige Studenten nicht die Gebühr durch eine (auszahlungswirksame) Arbeit, wie z. B. Reinigungsarbeiten, Mensatätigkeit oder andere Arbeiten, die heute von den Universitäten teuer am Markt eingekauft werden, ersetzt werden kann.

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moe antwortete am Dienstag, 9. Dezember 2003, 11:24:

Wo Du von Arbeitsleistung spichst: Der Witz ist ja gerade, dass ich zB jetzt mit STudiengebühren dafür bestraft werde, jahrelang als Hilfskraft für gerade mal 8€ pro Stunde virtuelle Lernumgebungen an der Uni gestaltet zu haben.
Einen deutlichen Mehrwert habe ich erbracht und die Uni hat ihn auch dankend angenommen.
Nur jetzt soll ich zur Strafe dafür die verfehlte Politik der CDU ausbaden? Ich glaube kaum!

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tobiit antwortete am Dienstag, 9. Dezember 2003, 11:59:
Na bitte - Nur 7 Std ...

Das ist doch mal ein Wort!

Bei 50€ Studiengebühren im Semester brauchst Du also als studentische Hilfkraft im ganzen Semester nur 6 Stunden zu leisten (7 * 8 = 56 - und ein Mensaessen springt auch noch raus)

Wenn man die Regelstudienzeit überschritten hat, dann muß man bei 3 Monaten und maximal 900 € Gebühr also auch nur 9 Stunden pro Woche arbeiten und man hat die Gebühren raus. Und die Semesterferien sind da noch nicht drin ...

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moe antwortete am Dienstag, 9. Dezember 2003, 12:03:

Einerseits bin ich nicht mehr hilfskraft. Andererseits glaube ich nicht dass meine Studienleistung besser wird, wenn ich ca. einen Tag pro Woche zusätzlich damit verbringe, das Haushaltsloch des Herrn Koch zu stopfen.
Wäre ich nicht Hiwi gewesen, so hätte ich auch schneller studiert. Das Land jedoch scheint weder an wissenschaftlicher Erkenntnis noch an billigen Studentischen Arbeitskräften interessiert zu sein.

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djo antwortete am Dienstag, 9. Dezember 2003, 15:22:
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tobiit antwortete am Dienstag, 9. Dezember 2003, 16:37:
1500 € Zuschuss von den Eltern? Davon müssen ganze Familien leben

Auf der einen Seite regt Ihr euch hier über 50 € Studiengebühr im Semester auf, auf der anderen Seite wird der Geldbedarf eines Studenten auf 1500€ pro Monat beziffert.

Was soll das? Von 1500€ müssen hier in Deutschland Familien leben, deren Väter 40 Stunden und mehr in der Woche schwer arbeiten.

Wenn ich hier abends durch das Studentenviertel schlendere, dann habe ich den Eindruck, daß dieses Geld zum Großteil den Umsatz der dort ansässigen Kneipen ausmacht.

Wir alle müssen aktuell sparen und den Gürtel enger schnallen - da sollten die Studenten keine unrühmliche Ausnahme machen.

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mmm antwortete am Dienstag, 9. Dezember 2003, 19:38:
Alle? Nein, offensichtlich nicht...

Wir alle müssen aktuell sparen und den Gürtel enger schnallen - da sollten die Studenten keine unrühmliche Ausnahme machen.
Ach wirklich alle? Der kleine Mann (und natürlich Frau) von nebenan muss sparen, ja, das sagt die Regierung und die Wirtschaft immer wieder. Aber da gibt es auch noch andere. Die sparen auch, aber an Lohn, an Steuern, an Leistung, an Sozialem. Bloß am eigenen Geld nicht. Komisch, oder?

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djo antwortete am Dienstag, 9. Dezember 2003, 20:13:
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djo antwortete am Dienstag, 9. Dezember 2003, 20:31:
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tobiit antwortete am Dienstag, 9. Dezember 2003, 20:36:
Geht leider nicht ...

Einen Kneipenbesuch können wir uns vor Weihnachten nicht leisten, dazu reicht das Haushaltsgeld nicht. Wir müssen uns die paar Weihnachtsgeschenke für die Kinder absparen.

Die sparen auch, aber an Lohn, an Steuern, an Leistung, an Sozialem. Bloß am eigenen Geld nicht. Komisch, oder?

Mein Geld ist erst einmal mein Geld. Darauf hat so leicht niemand einen Anspruch. Mit welchem Recht wird mir das Geld denn weggenommen?

Unterschiede im Einkommen hat es schon immer gegeben und wird es auch immer geben, es ist ja auch nicht jeder gleich begabt oder leistungsfähig.

Wenn fair bewertet wird, bekommen in der Regel auch nicht alle Schüler einen Einser. Was unseren Sozialstaat ausmacht ist aber, daß er jeden vor einem "glatten Sechser" bewahrt - das sollte aber auch nur den "Sechser " betreffen und nicht etwa alle auf einen "Zweier" oder "Dreier" nivelieren.

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djo antwortete am Dienstag, 9. Dezember 2003, 20:45:
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tobiit antwortete am Dienstag, 9. Dezember 2003, 20:55:
Getty - der feine Unterschied

Der Unterschied zwischen Getty und dem Staat ist, daß Getty in einem Wirtschaftsunternehmen zur Mehrung des Wohlstandes beitrug, dabei soviel Geld verdiente, daß er davon direkt (ohne den Umweg über den Staat) wohltätige Stiftungen, Künstlerförderung und eine der bedeutendsten öffentlichen Kunstsammlungen aufbauen konnte.

Der Staat schafft keinen Mehrwert - in den meisten Fällen hindert er die Menschen an einer echten freien Entfaltung.
"Reicher Staat - arme Bürger".

Eine fatale Verwechselung, die in der Öffentlichkeit gemacht wird. Sparen bedeutet, daß ich von jetzt verfügbaren Mitteln etwas für die Zukunft zurücklege.

Hier geht es aber darum, daß man Schulden vermeiden will, das heißt es wird nicht gespart, sondern nur die Verschuldung verringert. Schulden machen heißt aber, daß wir heute auf kosten von morgen leben.

Schuldenfalle - Bankrott - heute prassen - morgen verelenden. Argentinien lässt grüßen.

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djo antwortete am Dienstag, 9. Dezember 2003, 21:11:
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