Die Justus-Liebig-Universität Gießen hat einen Entwicklungsplan (PDF) veröffentlicht, der angesichts des Haushalts-Desasters den zukünftigen Kurs aufzeigen soll. Herr Hoss kommentiert hierzu wie folgt: Kapitän Hormuth hat das Ruder fest im Griff, auch in finanziell stürmischen Zeiten. Wo die Fahrt hin geht kann man sich denken. Die "völlige Alternativlosigkeit", die der Kanzler immer wieder beschwört, kennzeichnet auch Einrichtungen in Hessen und Gießen und heißt im Klartext fast schon zwangsläufig: Weg mit der solidarischen Finanzierung aus öffentlichen Finanzmitteln, her mit der totalen Vermarktung und der Bezahlung aus privaten Kassen - wer was will, der muss bezahlen. So bröckelt denn auch das humanistische Gerüst der Universität als freidenkerische Bildungseinrichtung in der Tradtition von Humboldt und wird ersetzt durch die Bildungsserviceagentur, die mehr ausbildet als bildet und auf zahlungskräftige Kunden angewiesen ist. Na ja, alles alter Käse, der sich prima anhört, aber leider scheinbar nicht mehr "zeitgemäß" ist. Ziehen wir uns lieber noch ein Stück JLU-Entwicklungsplan rein. Weiterlesen bei kHOSSmos: Stellenstreichung, überfüllte Seminare, zu wenig Bücher? Keine Sorge: Die Uni Gießen hat einen Plan!

# Samstag, 25. Dezember 2004, 11:30, von moe in Giessen

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