FH kommt mit Bescheiden nicht nach - Studierende verärgert
Heidrun HelwigGIESSEN. Kritik gab es von Beginn an. Erst von den Studierenden, die keineswegs erfreut waren, für nur zu oft überfüllte Hörsäle auch noch Studiengebühren zu zahlen. Dann aber auch von den Verwaltungen der Hochschulen, die davor warnten, dass die vorgegebene Zeit für die Umsetzung des Studienguthabengesetzes - besser bekannt unter dem freundlichen Namen StuGuG - viel zu knapp kalkuliert ist. Und genau das bewahrheitet sich nun in der Praxis. An der Fachhochschule Gießen-Friedberg (FH) etwa kommen die Mitarbeiter kaum mehr nach und "saufen geradezu ab". Deshalb haben die Studierenden der Hochschule noch immer keine Gebührenbescheide erhalten. Obgleich das Wintersemester bereits in der vergangenen Woche begonnen hat. Vor allem aber ärgern sich Langzeit- und Zweitstudierende der FH darüber, dass ihnen noch immer nicht die neuen Studienausweise übersandt wurden. Die gelten nämlich nicht nur als Semesterticket und ermöglichen die kostenfreie Nutzung von Bus und Bahn, sondern bringen auch im Kino, Theater oder beim Friseur ansehnliche Rabatte.
Ähnliche Probleme mit den Bescheiden hatte es auch im vergangenen Sommersemester gegeben, gleichwohl hatte die FH allen Studierenden die Unterlagen rechtzeitig zugesandt. Ohne dass zuvor die fällige Gebühr von 500 gezahlt werden musste. "Das war im Sommersemester eine Ausnahme", sagt FH-Vizepräsident Hajo Köppen im Gespräch mit dem Anzeiger. Denn nachdem das StuGuG reichlich "überstürzt" eingeführt worden sei, habe es einige Zeit gedauert, bis alle Studienguthaben festgestellt und die Bescheide verschickt werden konnten. "Deshalb durften sich alle immatrikulieren, auch wenn sie die Gebühren noch nicht gezahlt hatten." Und 200 haben das bis heute nicht getan, sagt Köppen.
Weiterlesen beim Gießener Anzeiger vom 9.9.

# Donnerstag, 9. September 2004, 10:15, von heinrich in Giessen

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