René Fouquet dokumentiert die Bedingungen der Seminar-Anmeldung für AnglistikstudentInnen an der Uni Gießen. Es ist so überfüllt, dass man sich für die unwichtigen Seminare nach ca. 2 Stunden Wartezeit anmelden kann. Wenn man Glück hat.

Die meisten meiner Kommilitonen - größtenteils Lehrämtler, die an die Didaktik-Seminare wollten, hatten nicht soviel Glück. Sie gehen leer aus. Vielleicht nächstes Semester dann. Oder das Semester drauf. Oder das danach. Hey - die Landeskasse braucht die Gelder aus den "Langzeitstudiengebühren".
 

Weitere Fotos dieses munteren Treibens gibts bei Flickr.

Aus aktuellem Anlass könnte man sich als Studierende(r) nun überlegen, dass
  • ... jede(r) ordnungsgemäss eingeschriebene StudentIn das Recht hat, die dem Studienplan zugrundeliegenden Veranstaltungen ohne Verzögerungen zu besuchen,
  • ... jede(r) StudentIn dieses Recht auch in Anspruch nehmen kann - denn es ist keine Frage studentischer Solidarität, die eigenen Seminarplätze jemand anderem zu überlassen, und dadurch Gefahr zu laufen, das eigene Studium zu verlängern,
  • ... jede(r) eingeschriebene StudentIn der Uni Gelder einbringt, welche dazu verwendet werden müssen, diesem/dieser StudentIn eine Hochschulausbildung zu ermöglichen,
  • ... Studiengebühren von LangzeitstudentInnen erhoben werden, während die Uni gleichzeitig die Bedingungen für eine verlängere Studiendauer schafft,
  • ... und die Semesterbeiträge bei anhaltender Tendenz höher sind als jemals zuvor.
Es liegt nun leider an den Studierenden, die ihnen nicht entgegengebrachten Leistungen einer Hochschulausbildung auch einzufordern.

Von moe um 19:09 in Giessen | 0 Kommentare | Kommentieren